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Erfahrungen von Studierenden im Ausland

von Wen-feng Qian, Studentin der Sinologie

Die Zeit vor China und erste Vorbereitungen

Da ich Sinologie im Hauptfach studiere war mir schon von Anfang an klar, dass ich ein Auslandsjahr in China machen möchte. Denn nur, wenn man in einem Land lebt, kann man auch dessen Kultur, Vielfalt und Menschen kennen und zu verstehen lernen. Außerdem lag auch der Ausbau meiner Chinesisch-Kenntnisse im Vordergrund.

Neben dem DAAD-Promos Reisekostenstipendium hatte ich noch das Konfuzius-Institut Stipendium für ein Studienjahr. Bei diesem konnte ich zwei Wunsch-Unis angeben, von meiner Erstwahl wurde ich abgelehnt, so wurde es meine Zweitwahl, die South China Normal University (华南师范大学) in Guangzhou.

Die ersten Vorbereitungen waren eher mühsehlig, da die chinesische Universität kaum auf meine E-Mails in Bezug auf Visum-Papiere und andere Belange reagierte. So habe ich durch regelmäßige Anrufe und etwas Druck meinerseits erst alle notwendigen Dokumente geschickt bekommen. Nachdem ich mein Visum dann auch bekam und der Abreise nichts mehr im Wege stand, buchte ich meinen Flug und kam am 01.09.16 in Guangzhou an.

Meine Ankunft und die erste Woche

Internationales Kulturfest auf dem Uni Campus

Der Campus der South China University ist groß, es gab eigene Supermärkte, Friseur-Salons, Copy-Shops, Fitness-und Sporteinrichtungen und so weiter. Mir fiel sofort das subtropische Klima und die Hitze auf: Da Guangzhou sehr weit im Süden des Landes liegt, waren es auch im September noch über 30°C. Diese Temperatur sank auch nach wenigen Monaten nicht so schnell, der Sommer hält hier wohl gefühlt von Februar bis November. Das Klima machte mir anfangs doch etwas zu schaffen, nach ein paar Tagen gewöhnte ich mich aber langsam daran. Der Campus hatte überraschenderweise viele Grünflächen zu bieten, vor allem Palmen ragten von fast überall zum Himmel. Ich wohnte in einem recht neuen Studentenwohnheim, das nur für ausländische Studenten gedacht war. Im Vergleich zu chinesischen Studenten, wo gut mal 4-6 Leute in einem Zimmer zusammenleben, hat man hier nur Doppel- und Einzelzimmer. Das Konfuzius-Institut Stipendium stellte mir ein Einzelzimmer mit eigenem Bad und kleinem Balkon. Da ich fest mit einem Doppelzimmer gerechnet hatte, war ich natürlich positiv überrascht. Außerdem stand das Wohnheim unmittelbar neben dem Institut für „internationale Kultur und Bildung“ (国际文化学院), wo ich fortan meinen Sprachkurs besuchte.

In der ersten Woche gab es natürlich noch Vieles zu erledigen: Man musste sich beim örtlichen Polizeiamt melden, es sollte ein Gesundheitszeugnis erstellt werden und außerdem war es notwendig, mein Visum vor Ort in eine Aufenthaltsgenehmigung zu ändern. Dies alles erledigte ich direkt mit anderen ausländischen Studierenden, die ich in meinem Sprachkurs oder im Wohnheim kennenlernte. So fiel es uns auch etwas leichter, da es durchaus schwer sein kann, in einer riesigen Stadt mit eingeschränkten Sprachkenntnissen auf Anhieb gut zurecht zu kommen. Denn mit Englisch kommt man meiner Erfahrung nach meistens nicht sehr weit.

Für den Internetzugang im Zimmer des Wohnheims zahlt man pro Monat 30RMB, was umgerechnet wohl etwa 4€ sind. In den Unterrichtsgebäuden hat man kostenlosen W-Lan Empfang. Deswegen war es kein Problem, mit meiner Familie und meinen Freunden in Deutschland regelmäßig in Kontakt zu bleiben.

Der Sprachkurs und das Studentenleben auf dem Campus

Der Sprachkurs fand von Montag bis Freitag um 8:30-11:50 Uhr statt, zwischendrin gab es 10 minütige Pausen. Er bestand aus drei Fächern: Lesen, Grammatik und Hörverstehen/Mündlich. Pro Tag hatte man zwei Fächer mit je 2×40 min. Unterricht. Der Unterricht gefiel mir gut, auch wenn nicht alle Lehrer gleichermaßen motiviert waren, so waren doch die meisten engagiert und haben den Unterricht so anschaulich und verständlich wie möglich gestaltet. Die Klassen bestanden aus ca. 15-25 Schülern und wir wurden vorher auf unser Sprachniveau eingestuft. Unsere Klasse bestand also aus unterschiedlichen Schülern, teils waren es Studenten wie ich, die ihren Auslandsaufenthalt absolvierten, teils waren es aber auch bereits Berufstätige oder Uni Absolventen, die einfach nur chinesisch lernen wollten. Unsere Klasse war, was Nationalitäten anging, bunt gemischt, jedoch machten Studenten aus dem asiatischen Raum die Mehrheit aus.

Unser Institut bot auch kostenlose Nachmittagskurse wie Taijiquan, Kalligraphie, Kantonesisch und auch HSK-Kurse an. Ich nahm am HSK 5 Kurs, dem Papierschneide-Kurs und dem Kantonesisch-Kurs teil. Die letzten beiden gefielen mir sehr gut, v.a. das Erlernen der chinesischen Papierschneidekunst hat mir viel Spaß gemacht und ich hatte das Gefühl, die Kultur näher vermittelt zu bekommen.

Ich fand schnell Anschluss und so bestand mein Alltag aus dem Sprachkurs, Mittagessen in einer der drei Mensen aus dem Campusgelände und danach die Stadt Guangzhou erkunden. Da ich in meinem Wohnheim und Sprachkurs nur mit anderen Ausländern in Kontakt kam, wollte ich gerne auch mit chinesischen Studenten erste Kontakte knüpfen. Dies gelang durch die unterschiedlichen Freizeit-Gruppen der Universität, die von den chinesischen Studenten organisiert wurden. Beispielsweise gab es einen Cosplay-Club, Mathe-Club, Badminton-Club, Japanisch-Club und so weiter. Letzten Endes entschied ich mich, dem Skateboard-Club beizutreten. So lernte ich viele nette, aufgeschlossene und interessierte junge Chinesen kennen, mit denen ich sehr enge Freundschaften schloss und zudem noch eine neue Sportart, die ich bis heute liebe. Mit Hilfe von meinen chinesischen Freunden verbesserte sich mein Chinesisch in kurzer Zeit enorm. Dazu sollte ich sagen, dass ich auch mit meinen ausländischen Freunden fast ausschließlich auf Chinesisch kommunizierte und Englisch so gut es ging vermieden habe, um mich zu verbessern.

Allgemein gefiel mir das Campusleben super, man hatte es nicht weit zur Uni (in meinem Fall waren es 20 Meter) und war umgeben von anderen Studenten. Alle meine Freunde wohnten in unmittelbarer Nähe.

Freizeitaktivitäten und Reisen in China

In Guangzhou gibt es doch Vieles zu sehen, sei es idyllische Parks, Berge, typisch kantonesische Architektur, Tempelanlagen oder riesige Einkaufszentren, es ist für jeden etwas dabei. Dabei unterscheiden sich auch Altstadt und Neustadt enorm: Die Altstadt, in der man noch alte authentische Gebäude vorfindet, die einem zeigen, wie das Leben vor vielen Jahrzehnten war und die Neustadt, in der es nur von riesigen Hochhäusern wimmelt und Banken- und Finanzfirmen ihren festen Platz haben. Ich war direkt von beidem angetan, dem alten und dem neuen Guangzhou.

Innerhalb Guangzhous gibt es mehrere Möglichkeiten, von A nach B zu gelangen, sei es U-Bahn, Bus, Taxi oder mit dem Fahrrad. Ich habe meistens die U-Bahn genutzt, da sie sehr sauber, schnell und billig ist. Für eine kurze Fahrtstrecke zahlt man gerade mal 2RMB (25cent). Auch die Busse sind so billig und Taxis sind im Vergleich zu Deutschland auch erschwinglich und werden auch gern von Chinesen genutzt. Es gibt zudem E-Fahrräder, die man mit einer App scannen und dann für 1RMB die Stunde fahren kann. Diese stehen wirklich überall und man kann sie auch einfach wieder da absetzen, wo man möchte.

Ausblick vom Canton Tower

Auch sind viele unterschiedliche Bars, Clubs, Kinos geboten und es gibt vom Abend bis in die späte Nacht noch Streetfood an vielen Ecken. In dieser Stadt sind auch noch nachts viele Leute aktiv und die Straßen voll. Mein Highlight waren wohl die unzähligen Karaoke-Bars mit Buffet.

In den Semesterferien habe ich die Zeit genutzt, um innerhalb Chinas zu verreisen. Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Den Zug, Bus oder doch einen Flug. Mit dem Bus kommt man sehr günstig in nicht zu weit entfernte Städte (z.B. Hongkong, Shenzhen, Zhuhai), mit dem Zug kann man eigentlich fast überall hinfahren, wenn man Zeit hat und Sparen will kann man auch längere Strecken fahren und nicht fliegen. Ich bin beispielsweise von Guangzhou nach Hangzhou 18 Stunden lang gefahren – für um die 22€. Ein Flug kostet da schon einiges mehr. Jedoch würde ich empfehlen, statt einen Sitzplatz wie ich, einen Schlafplatz für ca. 10€ mehr zu buchen.

Finanzielles (Lebenserhaltungskosten und Stipendien)

Wie bereits erwähnt hatte ich das DAAD Reisekostenstipendium und das Konfuzius-Institut Stipendium für einen einjährigen Sprachkurs. Dieses stellt das Wohnheim, die Studiengebühren, die Krankenversicherung und ein monatliches Taschengeld von 2500RMB (ca. 330€). Bei der  Bewerbung war das Sprachniveau HSK 3 nachzuweisen. Ich weiß jedoch, dass man seit 2017 für HSK 3 nur noch ein Semester gestellt bekommt und man für ein ganzes Jahr HSK 4 braucht. Vor meiner Abreise zurück nach Deutschland musste ich auch an dem HSK 5 Test teilnehmen, dies war eine Bedingung.

Von den 2500RMB pro Monat konnte ich sehr gut leben. Ich würde sagen, dass die Lebensmittel und Imbisse/Restaurants in Guangzhou verglichen mit Deutschland eher billig sind. In der Mensa bekam man für umgerechnet 1€ eine große und sättigende Mahlzeit. Außerdem ist Obst in Guangzhou billig, ich empfehle jedem das Obst zur jeweiligen Saison zu essen.

Mein Fazit

Riesiger Blumenmarkt, der jedes Jahr zum Chinesischen Neujahrsfest aufgebaut wird

Ich kann jedem einen Auslandsaufenthalt an der South China Normal University in Guangzhou ans Herz legen. Das war, wie man doch immer so schön hört, wohl eines meiner tollsten, aufregendsten Jahre und ich konnte so viele Erfahrungen sammeln und meinen Horizont erweitern. Ich finde, in dieser Zeit haben sich meine Sprachkenntnisse enorm verbessert. Die Sprache in einem Land zu lernen, wo sie auch gesprochen wird, hilft da einfach ungemein. Ich habe mich sehr schnell an meine neue Umgebung gewöhnt. Ich habe nun auch Freunde in den unterschiedlichsten Ländern, mit denen ich den Kontakt halten werde. Natürlich hatte ich auch einige schlechte Erfahrungen sammeln müssen, z.B. unfreundliche Mitarbeiter der Universität oder die schleppende Kommunikation per E-Mail (was vor Ort aber kein Problem war), zusammenfassend war es aber eine äußerst positive Erfahrung und ich bin dankbar, diese gemacht haben zu dürfen.

von Sabrina Rosenzweig, Studentin der Sinologie

Die Zeit vor China

Schon vor Beginn des Sinologie-Studiums wusste ich, dass ich unbedingt das China-Jahr nach dem vierten Semester machen wollte. Ab dem ersten Semester war mir klar, im Herbst 2016 wollte ich für ein Jahr meine gewohnte Umgebung verlassen und etwas völlig neuem eine Chance geben – ein Jahr Studium in der VR China!

Meine Vorbereitung dafür begann zuallererst mit einem Thema, das nicht umgangen werden konnte, das aber essentiell für den Aufenthalt sein würde: die Finanzierung meiner Uni, meiner Wohnung und meines gesamten alltäglichen Lebens im Ausland. Nachdem wir durch entsprechende Informationsveranstaltungen am Lehrstuhl hinreichend über mögliche Stipendien aufgeklärt worden waren, stand für mich fest, dass ich mich beim DAAD, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, bewerben wollte. Wichtig für diese Bewerbung ist die Entscheidung, an welche Uni man eigentlich gehen möchte. Für mich waren eine gewisse kulturelle und geschichtliche Bedeutung „meiner“ Stadt wichtig, eine gewisse Nähe zur Ostküste und Modernität waren ebenfalls das, was ich mir vorstellte. Nach kurzem Überlegen kam mir die meiner Meinung nach ideale Stadt für mich in den Sinn: Nanjing! Der Einfachkeit halber und da die Uni auch einen gewissen Status innehat und durch die Regierung gut gefördert wird, wurde es die größte Uni in Nanjing: die Nanjing University, auch Nanjing Daxue (Nanda).

Schließlich waren nach einiger Arbeit in den Semesterferien zwischen dem zweiten und dritten Semester alle Bewerbungsunterlagen zufriedenstellend eingereicht, und es begann das große Hoffen auf einen Stipendienplatz. Letztendlich wurde es eine Empfehlung des DAAD an den CSC, den Chinese Scholarship Council, der mir freundlicherweise ein in jedem Fall ausreichendes Stipendium zur Verfügung stellte. Die Finanzierung war also geklärt, und auch wenn diese Gedanken am Anfang eher abschreckend wirken, so sind sie meiner Meinung nach doch der erste Schritt für die Planung eines China-Jahrs!

Wichtig für die Planung vor der Abreise waren natürlich noch die rechtzeitige Beantragung des Visums, das konnte jedoch erst geschehen, nachdem die Uni in China die entsprechenden Aufnahme-Unterlagen verschickt hatte, und das geschieht in den meisten Fällen eher später als früher. Tatsächlich hatte ich erst Mitte Juli alle endgültigen Unterlagen, die mir meinen sicheren Aufenthalt in Nanjing bestätigten.

Die erste Zeit in China

Huangshan

Am 24.8.2016 war es dann soweit, meine Reise startete von Nürnberg und Frankfurt nach Peking und letztendlich kam ich im brütend heißen Nanjing an. Vom Flughafen ging es dann erst mal in ein Hostel in der Innenstadt, in dem ich meine ersten Tage eher wie ein Tourist verbrachte. Anfang September zog ich dann an den Gulou-Campus (der Campus in der Innenstadt, definitiv die angenehmere Option für einen Studenten) der Nanda um, und bekam ein Zwei-Bett-Zimmer zugeteilt. Mit meiner Zimmerkollegin aus den USA verstand ich mich von Anfang an sehr gut, leider zog sie nach einem Monat aber in eine eigene Wohnung um. Danach hatte ich das Zimmer für das restliche Jahr für mich selbst. Anfang September begannen auch die Sprachkurse, die im Lehrgebäude direkt neben dem Studentenwohnheim gehalten wurde  n. Anders als an anderen Universitäten erfolgte die Einstufung eher schnell und ohne einen verpflichtenden Test, was mir zu diesem Zeitpunkt auch sehr recht war. Schnell gelangten wir alle in eine Routine, Sprachkurse von acht bis zwölf Uhr, danach ging es meist in die sehr leckere und preiswerte Kantine auf dem Campus. Nach dem Essen und Austausch über alles Mögliche war nachmittags dann oft Vokabeln lernen und Lehrinhalte wiederholen angesagt, denn nicht selten gab es am nächsten Tag ein tingxie (also ein Vokabeldiktat), auf das man sich vorbereiten musste. Der Unialltag bestand also aus meinen drei Kursen, nämlich einem Comprehensive-Kurs (zonghe), dem Mündlichen Sprachkurs (kouyu) und dem Hörverstehen-Kurs (tingli); im zweiten Semester kam noch ein Zeitungslesungs-Kurs (baokan) hinzu. Gerade im ersten Semester war meine Lernbereitschaft hoch, denn natürlich möchte man immer mehr verstehen, selbst sprechen und lesen können, wenn man sich in einem chinesisch-sprachigen Land befindet. Schnell zeigten sich auch erste Erfolge in der Alltagssprache und auch mein Hörverstehen wurde viel besser. Ich hatte mich schnell mit meinem neuen Alltag und den neuen Gegebenheiten arrangiert, nur der tägliche Start der Kurse ab acht Uhr fand in mir keinen großen  Fan. 🙂

Nanjing als meine Stadt für ein Jahr

Nanjing war meine Wunschstadt gewesen, und ich wurde von ihr nicht enttäuscht. Mit einer Mischung als kulturellen Schätzen (wie z.B. dem Sun yat-sen- Mausoleum) und einer hohen Modernität in der Innenstadt (z.B. das Stadtviertel Xinjiekou), konnte ich je nach Lust und Laune zwischen verschiedenen Orten pendeln. Nach den ersten Wochen wurde z.B. auch schnell klar, wo es wann das beste Mittagessen gab, welcher sonst teure Laden an welchen Wochentagen vergünstigte Preise anbot und so weiter. Natürlich wurden neu entdeckte Geheimtipps unter den Studenten schnell weitergetragen und jeder war stolz, wenn er ein neues „Geheimnis“ entdeckt hatte. Der Nanda-Campus ist schön grün gestaltet, es gibt viele Bäume und einen großen Sportplatz, der am Abend Anlaufstelle für viele Chinesen und auch Ausländern wird, um dort zu joggen, Fuß- und Basketball zu spielen.  Einige Kommilitonen nutzen auch das Fitnessstudio neben dem Sportplatz, zudem sollte es eigentlich einen Swimmingpool geben, der aber nicht zugänglich war während meinem Jahr.

An den Wochenenden ging es ab und zu mit dem Zug in eine andere Stadt, gerade im zweiten Semester nutzte ich diese Chance, um nochmal etwas mehr von der Provinz Jiangsu und ihrem Umland zu sehen.

Hangzhou

Da der Schnellzug  (gaotie) in China vergleichsweise günstig ist, sollte man die Chance, die umliegenden/ naheliegenden Städte wie z.B. Wuxi und Suzhou zu besuchen, meiner Meinung nach auf jeden Fall wahrnehmen. Natürlich darf auch ein Besuch in der Megacity Shanghai nicht fehlen, in der man nach circa 1,5 Std Fahrt mit dem gaotie ankommt.

Neben den wunderbaren Freizeitaktivitäten muss auch erwähnt werden, dass das Studium nicht auf die leichte Schulter genommen werden durfte, denn regelmäßig fanden Leistungskontrollen statt. Wir hatten auch Hausaufgaben zu erledigen, die dann in der nachfolgenden Stunde besprochen wurden. Da die mündliche Leistung bzw. der Einsatz im Unterricht ebenfalls Bestandteil der Note im Zeugnis war, sollte man die richtige Mischung aus Lernen und Freizeit finden. In jedem Semester gibt es Mittel- und Abschlusstests, die den Hauptteil der Note ausmachten. Zusammen mit den Hausaufgaben, der Unterrichtsbeteiligung und den vorhin erwähnten Diktaten wurde dann am Ende jedes Semesters eine Punktzahl ermittelt (maximal 100 mögliche Punkte in jedem Fach) und ein Zertifikat erstellt. Die Nanda bietet auch zahlreiche Zusatzkurse (z.B. Wirtschaftschinesisch) an, die bei regelmäßiger Teilnahme ebenfalls bewertet im Zertifikat erscheinen.

Abschied von Nanjing

Nachdem ich meine zwei Semester an der Nanda verbracht hatte, wurde es langsam Zeit die letzte China-Phase zu planen und über das Datum der Heimreise nachzudenken. Obwohl ich meine Familie und Freunde sehr vermisst hatte, war es mir wichtig, nicht direkt vom Klassenzimmer in den Flieger nach Deutschland zu steigen. Zu groß war der Wunsch, mehr von diesem wunderbaren Land zu sehen, und nun war auch die beste Zeit dafür gekommen, denn ich hatte ja Zeit! Zusammen mit einem Kommilitonen aus Erlangen ging es an die Planung der Reiseroute. Letztendlich stand sie fest: Nanjing – Xiamen – Hongkong – Shenzhen – Guangzhou – Kunming – Yuanyang. Wir waren unglaublich glücklich und dankbar diese Reise noch gemacht zu haben, denn sie hatte uns teilweise zu den schönsten Orten geführt, die wir bis dahin gesehen hatten.

von Leonie Sterzel, Studentin der Sinologie

Die Anfangszeit

Seit Beginn meines Studiums in Sinologie war für mich klar, dass ich für ein Jahr nach China gehen werde. Nur wohin war lange eine Frage. Bei der Bewerbung für ein Stipendium können mehrere Wunschstädte angegeben werden. Ich entschied mich für Xiamen als erste Wahl und hatte Glück. Mitte Juli im letzten Jahr kam endlich die Zusage vom Stipendium des Konfuzius Instituts für die Universität Xiamen. Anfang September ging es dann auch schon los, denn der 13. September war der offizielle Einschreibetermin. Diese Termine sind jedoch von Universität zu Universität unterschiedlich. In den darauffolgenden Tagen gab es Einstufungstests (schriftlich und mündlich), damit wir in die passenden Kurse eingeteilt werden konnten. Insgesamt gibt es sechs Abstufungen und ich bin in der zweiten Stufe gelandet. Außerdem musste ich mich um die Bestätigung meines Gesundheitszeugnis kümmern, für das im Vorfeld bereits in Deutschland die Untersuchungen durchgeführt wurden. Das Zeugnis musste ich dann mit einigen anderen Unterlagen zur Beantragung der Aufenthaltsgenehmigung einreichen.

Der Campus

Zur Universität Xiamen gehören der Siming Campus und der Xiang’an Campus. Der Siming Campus ist der ältere von beiden, liegt zentral in der Stadt auf der Insel und hat direkten Zugang zum Meer. An diesem bin ich leider nicht gelandet, sondern am Xiang’an Campus. Denn dort befindet sich das Overseas Education College für alle ausländischen Sprachstudenten. Dieser Campus wurde vor ca. drei Jahren errichtet und befindet sich weit außerhalb der Stadt auf dem Festland. Insel und Festland sind durch einen ca. 6 km langen Tunnel verbunden. Um den Campus herum gibt es bis jetzt fast nichts außer ein paar kleinen Dörfern und vielen Feldern.

Auf dem Campus befinden sich, abgesehen von den Unterrichtsgebäuden, der großen Bibliothek und den Wohnheimen, zwei Kantinen, zwei Friseure, eine Post, zwei Supermärkte, einige Handy-/Internetläden, ein Fahrradladen und viele kleine Cafés. Ich besitze ein Fahrrad und das ist auch sehr sinnvoll, denn die zurückgelegten Strecken sind aufgrund der Größe des Campus sehr lang.

Die Wohnheime wurden in zwei verschiedenen Gebieten auf dem Campus errichtet, der eine Teil ist hauptsächlich für die chinesischen Studenten, in dem anderen Teil leben vor allem die ausländischen Studenten. Ich finde, diese Aufteilung hat Vor- und Nachteile, denn das macht es noch schwieriger mit chinesischen Studenten in Kontakt zu kommen. Auf der anderen Seite hat man die Möglichkeit viele Menschen mit den verschiedensten Nationalitäten kennen zu lernen. Auf jedem Flur in den Wohnheimen gibt es zwei Wohnungen mit jeweils vier Zimmern. In jedem Zimmer gibt es zwei Betten, aber manche Studenten können trotzdem ein Zimmer alleine bewohnen. An jedes Zimmer grenzt ein kleiner Balkon mit Waschbecken an. In der Wohnung gibt es außerdem einen kleinen Gemeinschaftsbereich, in dem unbequeme Holzmöbel stehen und ein Badezimmer, das aus zwei Kabinen mit jeweils Klo und Duschkopf besteht. In ein paar Wohnheimen gibt es im Erdgeschoss kleine Räume mit Waschmaschinen, aber im Verhältnis zur Menge der Studenten sind es nur sehr wenige.

Der Sprachunterricht

Der Sprachunterricht ist unterteilt in Grammatik, Hörverstehen und Mündlich. Im Grammatikunterricht wird mit einem normalen Textbuch gearbeitet, so wie wir es in Deutschland auch benutzen. Da hatten wir im ersten Semester einen richtig guten und kompetenten Lehrer erwischt, dem man angemerkt hat, dass er schon oft mit Ausländern zusammengearbeitet hat. In Hörverstehen gibt es auch ein Buch und pro Stunde wurde immer eine Lektion erarbeitet, da diese nicht sehr lang waren. Es gab verschiedene Texte zum Anhören und dann musste entweder „Wahr oder Falsch“ angekreuzt oder Lücken ausgefüllt werden. Anfangs hatten wir in der Klasse viele Probleme mit unserer Lehrerin, da sie sehr schnell und undeutlich gesprochen hatte und wir so nur sehr schlecht mitgekommen waren. Aber etwa in der Mitte des Semesters gab es eine Evaluation und danach hatte es sich deutlich verbessert. Auch für Mündlich gibt es ein Buch, aber mit diesem hatten wir fast gar nicht gearbeitet. Innerhalb der Klasse wurden immer zwei Personen als Sprachpartner eingeteilt und dann wurden zusammen Dialoge vorbereitet, die vorgetragen werden mussten. Außerdem mussten wir unseren Lebenslauf erarbeiten und vorstellen und haben viele Spiele im Unterricht gespielt. Mit unserer Lehrerin in Mündlich hatten wir auch großes Glück, denn von anderen Kursen hatten wir gerade in diesem Fach viele negative Dinge mitbekommen. Zum Beispiel kamen die Studenten selbst nie zu Wort, da die Lehrer die ganze Stunde immer nur einen Monolog hielten. Die Prüfungen waren in zwei Teile aufgeteilt. Ende November hatten wir bereits Zwischenprüfungen und Mitte Januar fanden die Abschlussprüfungen statt.

Abgesehen vom Sprachunterricht gibt es auch die Möglichkeit an Wahlkursen teilzunehmen. Da gibt es chinesische Malerei, Kalligraphie, Kongfu sowie Les- und Schreibübungen von modernen chinesischen Texten. Auch gibt es das Angebot von der Universität einen Sprachpartner vermittelt zu bekommen. Das ist relativ einfach. Man muss nur in das zuständige Büro gehen und sagen, dass man gerne einen hätte und Kontaktdaten hinterlegen. Im Großen und Ganzen finde ich die Organisation an der Universität in Ordnung. Aber gerade am Anfang hätten sich viele mehr Klarheit und Unterstützung gewünscht. Manchmal wusste man nicht genau, was zu tun war oder was als nächstes kam. Das hat mich sehr verwirrt. Erst nach mehrmaligen Nachfragen wusste man besser Bescheid. Da hätten zum Beispiel schon mehr Zettel am Aushang gereicht, um genügend informiert zu sein. Ein paar Mitarbeiter an der Universität können Englisch. Das war gerade am Anfang sehr hilfreich, aber mit der Zeit habe ich gemerkt, dass die Verständigung immer besser funktionierte und ich immer mehr auf mein Chinesisch statt auf Englisch zurückgreifen konnte.

Außerhalb des Campus‘

Wenn man außerhalb des Campus etwas erleben möchte, muss man lange Fahrten mit dem Bus (oder Taxi) auf sich nehmen. Es gibt zum Beispiel einen Bus, der den Xiang’an Campus mit dem Siming Campus verbindet und man gelangt so direkt in die Stadt, allerdings ist er bis zu 1 ½ Stunden unterwegs –

Wartezeiten und Verkehr noch nicht einberechnet. Zum Glück gibt es aber auch nähere Möglichkeiten, um zum Beispiel Einkaufen gehen zu können. Zum einen den Stadtteil Xindian, der ist mit dem Bus ca. 15 Minuten entfernt oder die Wanda Shoppingmall, die mit dem Bus und zweimal Umsteigen ca. 30 Minuten entfernt ist.

Xiamen hat nicht viele touristische Highlights, aber die, die es gibt, sind wirklich sehenswert. Dazu zählt zum einen der Siming Campus mit seinen vielen alten Gebäuden, der Nanputuo Tempel mit angrenzendem Botanischen Garten und zum anderen die kleine benachbarte Insel Gulangyu mit ihren kleinen Häusern voller europäischem Charme. Ich finde die Stadt ist sehr schön, weil ein interessanter Mix an chinesischen und westlichen Gebäuden besteht. In drei bis vier Jahren soll dann auch die Metro fertiggestellt sein, die das Leben hier im Vergleich zu jetzt mit Sicherheit um einiges angenehmer machen wird. Bis dahin wird sich das Fortbewegen noch ein bisschen beschwerlicher gestalten, aber trotzdem freue ich mich hier zu sein und so tolle und wertvolle Erfahrungen machen zu dürfen. Voller Vorfreude und Neugier erwarte ich das zweite Semester.

China – einfach nur atemberaubend

von Maximilian Maydt

Seit Anfang September 2010 befinde ich mich im Zuge meines einjährigen Auslandsaufenthaltes in Peking an der Beijing Foreign Studies University (kurz Beiwai 北外 genannt). Allein Peking ist bereits sehr beeindruckend und es verschlägt einem immer wieder die Sprache, wenn man den Campus verlässt und ein wenig hinausgeht, doch egal an welchem Ort man sich in China befindet, das Land ist in aller Regel einfach nur atemberaubend. Zu Beginn meines Chinaaufenthaltes bin ich von Deutschland aus zuerst nach Shanghai geflogen, um die Weltausstellung zu besuchen.

Die Besuchermassen, die dort herumliefen, lassen sich kaum in Worte fassen. Täglich strömten mehrere hunderttausend Menschen auf das Expogelände, die meisten von ihnen, um einen Eindruck von möglichst vielen Ländern zu bekommen, in die sie wohl niemals werden reisen können. In China haben zwar immer mehr Menschen das Geld, sich ein Auto zu kaufen, aber bei weitem nicht so viele können sich eine Reise nach Europa leisten. Da mich mein Gesicht sofort als Westler verrät und ich zudem durch meine Körpergröße in China relativ stark auffalle, war ich auf der Expo ein beliebtes Fotomotiv, vor allem für chinesische Besucher, die noch nicht so viele Ausländer gesehen haben, also nicht aus Shanghai, Peking oder Guangzhou kamen. In einer Warteschlange fragte mich eine Familie aus der Inneren Mongolei, ob man in Deutschland auch reite. Es war gar nicht so leicht zu erklären, dass dies in Deutschland eher eine Freizeitbeschäftigung ist und nicht der regelmäßigen Fortbewegung dient.

Die größte Hürde in Shanghai war wohl, ein Zugticket zu kaufen. Die Dame am Schalter sprach leider nur recht undeutliches Chinesisch mit südlichem Akzent. Nach zähen Verhandlungen hatte ich schließlich eine Fahrkarte für den gewünschten Tag, um nach Peking zu kommen. Während der Zugfahrt lernte ich einen älteren Herren kennen, mit dem ich mich ein wenig unterhielt. Nach der Ankunft am Pekinger Südbahnhof empfahl er mir, kein Taxi zur Beiwai zu nehmen, sondern besser mit der U-Bahn zu fahren. Ich kannte mich in Peking zwar überhaupt nicht aus, aber befolgte seinen Rat. Er suchte mir sogar noch die richtige Station heraus. Dort angekommen, machte ich mich auf die Suche nach der Beiwai. Kurz darauf traf ich eine Frau, die so freundlich war, mich bis zum Tor der Universität zu bringen. Da es noch ein paar Tage bis zur Einschreibung waren, befanden sich nur wenige Studenten auf dem Campus. Ich begann zu fragen, wo sich das Wohnheim für Auslandsstudenten befindet, in dem ein Zimmer für mich reserviert sein musste. Glücklicherweise traf ich wieder jemanden, der mir half: Ein chinesischer Erstsemester der Germanistik, der ebenfalls erst gerade eingetroffen war, suchte mit mir das entsprechende Wohnheim. Ohne ihn hätte ich es an diesem Tag wohl nicht mehr geschafft. Es war bereits dunkel und meine Müdigkeit nach zehn Stunden Zugfahrt nahm allmählich überhand.

In den folgenden Monaten hatten wir nicht nur Chinesischunterricht, sondern es fanden auch immer wieder Ausflüge und Unternehmungen statt. Gleich zu Semesterbeginn besuchten wir die Große Mauer. Ende September charterte die Beiwai dann sechs Busse, um mit über 250 Auslandsstudenten nach Chengde 承德 zu fahren. Sei es auf Reisen oder in Peking, eine gute Möglichkeit China und seine Kultur kennenzulernen ist sicherlich das Essen. Kommt eine Gruppe zusammen, um gemeinsam zu essen, wird in der Regel eine Vielzahl an Gerichten aufgetischt, von denen sich dann jeder etwas nehmen kann. Das chinesische Essen, das man in Deutschland bekommt, hat nicht viel gemein mit dem Essen in China. Offiziell gibt es acht verschiedene chinesische Küchen. Hinzu kommen weitere regionale Spezialitäten und Küchen (z.B. Essen aus Xinjiang). Meiner Meinung nach ist nicht nur das Essen in chinesischen Restaurants lecker, sondern auch in den Mensen der Beiwai. Die Hauptmensa der Universität hat vier Stockwerke und in jedem gibt es etwas anderes. In einem werden z.B. frische Nudeln gemacht, in einem kann man sich Spieße braten lassen, in einem anderen bestellen die Studenten aus ein paar Dutzend Gerichten das Gewünschte, worauf es dann direkt im Wok zubereitet wird.

Besonders viel über das Land lässt sich erfahren, wenn man auf Reisen ist und mit den Leuten spricht. In Peking habe ich festgestellt, dass die meisten Angestellten in Einkaufszentren keine Pekinger sind. Sie kommen überwiegend aus den nördlichen Provinzen Chinas, um in der Hauptstadt zu arbeiten. Von vielen Seiten habe ich auch schon Klagen über die ständig steigenden Immobilienpreise gehört. Viele Gutverdienende kaufen sich nicht nur eine Wohnung, sondern gleich mehrere, wohnen selbst jedoch nur in einer. Es soll in vielen Städten Chinas Hochhäuser geben, die nachts komplett dunkel sind, weil alle Wohnungen leerstehen. Ein paar Jahre später verkaufen die Eigentümer dann die Wohnungen mit einer kräftigen Rendite an die wachsende Zahl der Wohnungssuchenden. Eine Lehrerin meinte kürzlich im Unterricht, dass diese Entwicklung wohl immer so weitergehen werde. Ich wandte ein, dass dies nicht möglich sei, sondern irgendwann eine Grenze erreicht sein müsse. Sie meinte daraufhin nur: Nein, das gehe immer so weiter.

Auch wenn die Lehrerin anderer Meinung ist, wird es wohl in absehbarer Zeit einen Punkt geben, an dem die tatsächlich Wohnungssuchenden die horrenden Preise nicht mehr bezahlen können und dann manche Eigentümer keine Abnehmer mehr finden werden. Laut der Lehrerin haben sich jedoch bereits Bezeichnungen für betroffene Personengruppen herausgebildet: Ein fangnu 房奴 (wörtl. „Wohnungssklave“) ist jemand, der fast sein gesamtes Gehalt zum Abbezahlen einer Wohnung aufwenden muss. Die yueguangzu 月光族 ist die Gruppe von Menschen, die zu jedem Monatsende ihr gesamtes Gehalt ausgegeben haben und aufs neue „blank“ (光) dastehen. Außerdem gibt es noch die kenlaozu 啃老族 (wörtl. „Gruppe, die an den Betagten knabbert“). Dazu gehören diejenigen, die von ihren Eltern Geld holen, weil das eigene Gehalt zum Leben nicht mehr ausreicht.

Hochinteressant ist auch die Verkehrssituation in Peking: Es gibt hunderte Buslinien, sechs Ringstraßen und einen massiven Ausbau der U-Bahn. Je nach Endziffer des Autokennzeichens darf man sein Fahrzeug an einem Werktag zwischen 8.00 und 20.00 Uhr nicht benutzen. Dadurch wird die Verkehrslast zu den Stoßzeiten bereits um ein Fünftel reduziert. Hinzu kommt, dass von Montag bis Freitag tagsüber sämtliche Autos, die nicht das Hauptstadtkennzeichen (京) haben, generell von den Straßen innerhalb des vierten Rings ausgeschlossen sind. Trotz aller dieser Maßnahmen steht allerdings jeden Morgen und Abend der Verkehr kurz vor dem Kollaps. Busse und U-Bahnen sind zu dieser Zeit ebenfalls überfüllt. Von einem Taxifahrer habe ich kürzlich erfahren, dass die Verkehrslast sogar noch weiter zunimmt. Jeden Monat werden etwa 20.000 zusätzliche Fahrzeugzulassungen für Peking erteilt. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Positives. Aufgrund der Olympischen Spiele wurden unzählige Bäume gepflanzt, Grünstreifen angelegt und Zweitaktmotoren aus der Stadt verbannt. Überall surren Elekroroller und Elektrofahrräder durch die Straßen. In diesem Bereich scheint Peking ziemlich fortschrittlich zu sein, auch wenn es keinen Kurier- und Paketservice mit richtigen Lieferwägen gibt, sondern Postsendungen in der Regel mit Elektrodreirädern ausgeliefert werden.

Aufgrund einiger Reisen durch das Land und den Aufenthalt in Peking kann ich sagen, dass es sich auf alle Fälle lohnt, nach China zu kommen und sich das Land selbst anzuschauen. Jede Region ist anders und hat ihre ganz eigenen Besonderheiten. Mir persönlich bleiben noch ein paar Monate, ehe es wieder zurück nach Deutschland geht. Bis dahin hoffe ich, noch möglichst viele Eindrücke und Erfahrungen in China sammeln zu können.