Weitere Veranstaltungen

Die Theatergruppe der Sinologie hat auch dieses Jahr wieder im Rahmenprogramm des Chinese-Bridge-Wettbewerbs mitgewirkt und eine Aufführung ihrer Sanjuban-Nummer zum Besten gegeben. Das unter Anleitung von Chinesischdozentin Cui Yang einstudierte Stück wurde inhaltlich extra für den Wettbewerb verändert und angepasst. Zwei neue Gesichter im Theaterteam mussten die Fleißaufgabe stemmen, innerhalb von nur einem Monat den gesamten Text und Ablauf auswendig zu lernen, was – auch dank Intensiveinheiten zur Vorbereitung – hervorragend geklappt hat.

Nach Darbietungen der chinesischen Musik- und Tanzschule Dongfang und Grußworten der Geschäftsführerin des KI Frankfurt Dr. Wang Jingling, Prof. Liu Lixin, Gesandter-Botschaftsrat der Bildungsabteilung der Botschaft der VR China in Deutschland und schließlich Prof. Dr. Dorothea Wippermann von der Frankfurter Sinologie, hatten die Erlanger Schauspieler sogar noch Zeit, den ersten Wettbewerbsteilnehmern zuzusehen. Mutig und beredt schlugen die sich allesamt sehr wacker und stellten ihre Vielseitigkeit und ihr Wissen unter Beweis. Nach der Mittagspause und einigen weiteren beeindruckenden Darbietungen war schließlich der Beitrag der Erlanger Sonnenstrahlen an der Reihe; als auflockerndes Zwischenprogramm mit dem ein oder anderen eingeplanten Lacher kam die Vorführung beim Publikum recht gut an und wurde mit viel Beifall quittiert. Mit der humorigen und augenzwinkernden Darstellung der Schwierigkeiten des Studentenlebens und insbesondere des Chinesischlernens konnten die Schauspieler vielleicht auch einen kleinen Beitrag zur Entspannung der doch recht nervösen Wettbewerbsteilnehmer leisten: In einer Vermischung von frischer Jugendsprache und klassischer Poesie etwa von Chinas großem Dichter Li Bai wurde dem Gewicht des Stoffes ein wenig Leichtigkeit eingehaucht. Nach der Vorstellung stand den Sanjubanlern die Erleichterung und Freude über den Erfolg ins Gesicht geschrieben, die Extrastunden zur Vorbereitung hatten sich gelohnt.

Die Theatergruppe der Sinologie möchte sich für die Organisation, lobende Worte und die Gastfreundlichkeit des Frankfurter Konfuzius-Instituts bedanken. Man wird sich dann in Bälde wiedersehen, nämlich am 11. Juni zum Treffen der chinesischen Theatergruppen der deutschen Konfuzius-Institute in Frankfurt.

《三句半》为“汉语桥”助兴

    2017年5月21日,主题为“梦想点亮未来”的第十六届“汉语桥”世界大学生中文比赛德国大区决赛在法兰克福举行。中国驻德国大使馆教育处公使衔参赞刘立新博士参加了当天的活动并致辞。埃尔兰根—纽伦堡大学汉学系阳光话剧社应邀为比赛助阵,演出《三句半》。

为了参加此次活动,阳光话剧社在指导老师的带领下,经过近三个月排练及一个月的强化集训,演员之间形成了默契,根据台词内容表演自然。《三句半》内容包括大学生活、学习汉语体会、中国文化感叹以及对汉语桥和比赛选手的祝福。“人生处处PK场,认真对待不恐慌,拼尽全力多努力,无妨!”道出了对比赛正确态度。“汉语拼音用处大,看书识字需要它,帮助学习普通话,学好它!”道出了学生们对汉语拼音重要性的认识。崔杨老师还对每个学生进行了语音辅导,力求让学生生动表演的同时准确发音,提高其灵活及有效地学习汉语的能力。学生们的表情、语言和动作,配合音乐、幻灯片、服装、道具丰富了画面感。每个小节之间穿插了舞蹈与造型,观众们也随着音乐节拍拍手,为表演喝彩。

   《三句半》的演出丰富了“汉语桥”比赛的内容,活跃了场上气氛,获得了主办方和观众的一致赞誉。

    埃尔兰根-纽伦堡大学汉学系阳光话剧社成立于2015年10月。它是在埃尔兰根—纽伦堡孔院院长徐艳博士的倡导下成立的。旨在“进一步激发学生汉语学习积极性,强化学生汉语运用能力,努力打造具有活力、具有汉语实践能力的汉学系”。

Am 28. Januar 2017 beginnt nach dem chinesischen Mondkalender das Jahr des Hahns. Das Neujahrsfest ist einer der wichtigsten chinesischen Feiertage und wird weltweit im großen Stil gefeiert. Das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen und die Stadt Erlangen freuen sich, Ihnen zu diesem Anlass am 30. Januar 2017 eine unvergessliche chinesische Neujahrsgala präsentieren zu können. Die Show der Künstler des Yinchuan Arts Theatre aus der Provinz Ningxia bietet Ihnen ein abwechslungsreiches, lebensfrohes Programm aus Tanz, Akrobatik, Gesang und instrumentaler Musik und wird Sie zum Staunen bringen. Als Einstimmung auf die Show wird es eine Ausstellung von traditionellem chinesischen Kunsthandwerk im Barbereich des Redoutensaals geben.

Nähere Informationen erhalten Sie hier.

Datum: Montag, 30. Januar 2017, 19:30 Uhr
Veranstaltungsort: Redoutensaal, Theaterplatz 1, 91054 Erlangen
Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten
Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Reservierungen sind unter event@konfuzius-institut.de möglich.

Erlangen – Am 5. Dezember 2016 fand im Wassersaal der Orangerie die feierliche Eröffnung des Lehramtsstudiengangs „Erweiterungsfach Chinesisch“ statt. In diesem Rahmen erfolgte auch der Dank von der Sinologie und der Universität an die Firma Huawei Technologies Deutschland GmbH: Sie begleitet und unterstützt durch eine großzügige Schenkung die mediale Neugestaltung des Chinesischunterrichts mit Smartboards, Tablets und technischer Infrastruktur in doppelter Klassenstärke. So wird der systematische Aufbau neuer didaktischer Konzepte möglich, dessen Ergebnisse angehenden Chinesischlehrenden und bereits in diesem Bereich Tätigen über den Lehrstuhl Sinologie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Lern-Innovation (ILI) der FAU zur Verfügung gestellt werden.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Antje Kley, Vizepräsidentin für Lehrerinnen- und Lehrerbildung und Chancengleichheit der Universität. Als Schirmherrin des Programms „Qualität in Studium und Lehre an der FAU – QuiS“ stellte sie die notwendige Verzahnung technischer neuer Möglichkeiten mit deren methodischer Ausarbeitung in den Mittelpunkt ihres Dankes. Finanziell basiert die Fortführung dieses Programms auf der gerade erfolgten Bewilligung der zweiten Förderphase des QuiS-Projekts durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Dies ist Voraussetzung für die Fortführung der intensiven Förderung der didaktischen Aufbauarbeiten auf Basis der neuen Medien durch das Institut für Lern-Innovation der FAU und den Lehrstuhl Sinologie.

Ministerialrat Robert Gruber vom bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst verriet bereits durch seine Einleitung in chinesischer Sprache viel von der Weitsicht und der Bedeutung, die das Staatsministerium der Verankerung des Chinesischen in der Lehrerbildung beimisst. Die Notwendigkeit eines Studiengangs für das Lehramt Chinesisch sei allein daran zu erkennen, dass bereits jetzt an acht Schulen in Bayern Chinesisch als mündliches Abiturfach angeboten werde. Für die folgenden Jahre sei geplant, Chinesisch als zweite Fremdsprache und somit auch als schriftliches Abiturfach anzubieten. Die jetzigen Lehrer hätten allerdings noch nicht die notwendigen Qualifikationen und didaktischen Fähigkeiten Chinesisch zu unterrichten, da es bisher schlicht keine Möglichkeit gibt, diese in Bayern zu erwerben. Die Einrichtung des Erweiterungsfachs Chinesisch an der FAU sei daher ein wichtiger Schritt zum systematischen Aufbau des Chinesischen als ein solide fundiertes Unterrichtsfach an Gymnasien. Da die Universität hier eine multiplikatorische Funktion gerade auch im Einsatz neuer Medien übernimmt, war dem Staatsministerium daran gelegen, den Blick möglicher Spender über die Schulen hinaus auf die Universitäten zu richten.

Natürlich war auch die Firma Huawei persönlich vertreten. Carsten Senz, Senior Manager Public Affairs & Government Relations Huawei Technologies Deutschland GmbH, übernahm zunächst die Aufgabe, das Unternehmen mit seinen Grundzügen vorzustellen. Das chinesische, global agierende Unternehmen legt ihm zufolge viel Wert auf Präsenz und Anpassung an die jeweilige Kultur und die Traditionen der Regionen. Deutschland stellt mit über 2000 Mitarbeitern einen wichtigen Standort dar. So befindet sich beispielsweise in München mit ca. 450 Mitarbeitern das größte firmeneigene Forschungszentrum in Europa. Als Beleg für die Verbundenheit mit den verschiedenen Regionen führte Senz die alle zwei Jahre erscheinende „Huawei Studie“( http://www.huawei-studie.de) an. Ihm persönlich liegt die mediale Unterstützung der Studierenden durch die Spende von Tablets und Smartboards besonders am Herzen, kann er sich doch als studierter Sinologe lebhaft an den zeitaufwendigen Umgang mit traditionellen Wörterbüchern im Papierformat erinnern. Die Digitalisierung stelle somit eine enorme Erleichterung für Studierende dar und könne den Umgang zwischen China und Deutschland für zukünftige Generationen maßgeblich erleichtern.

Im Anschluss an den ersten Programmabschnitt folgte die feierliche Eröffnung des Studiengangs und die Übergabe der Schenkung von Carsten Senz an den Lehrstuhlinhaber der Sinologie, Prof. Dr. Michael Lackner.

Um den Anwesenden die didaktischen Möglichkeiten des Unterrichts mit Tablets näher zu bringen, stellte Dipl.-Päd. Stefanie Zepf in einer kurzen Präsentation die Vorteile der medialen Neugestaltung im Sprachunterricht vor. Hierbei wird der traditionelle Unterrichtsstil durch innovative Elemente unterstützt.  Dabei überzeugt gerade die methodische Verzahnung von Unterricht und Nachbereitung, das sogenannte „blended-learning“: Im Klassenraum wird auf Grundlage neuer medialer Möglichkeiten unterrichtet und in der Nachbereitung auf den Datenpool des Unterrichts teilweise auch in vertiefter Form zurückgegriffen. Dieser Ansatz wurde von Yang Cui, Lektorin am Lehrstuhl für Sinologie, auf die konkreten Umsetzungsmöglichkeiten im Chinesischunterricht angewandt. Hierbei wird bestehende Software und lehrhafte Überlegungen zu Aussprache, Schriftzeichenerwerb, Vokabeltraining und Hörverständnis, mit eingebunden. Die neuen Unterrichtsformen am Lehrstuhl für Sinologie wurden in einem kurzen Film dargestellt, der eine Gemeinschaftsproduktion von Lehrstuhl und ILI unter Mitarbeit von Studierenden aus den Bereichen der Didaktik und dem der Sinologie erstellt wurde.

An die Präsentation schloss sich der Dank des Lehrstuhls für Sinologie und des Konfuzius-Instituts an: Prof. Dr. Michael Lackner, Lehrstuhlinhaber der Sinologie, zeigte die Vorgeschichte der Etablierung des Lehramtsstudiengangs auf, dessen erste Bemühungen bereits vor über zehn Jahren ihren Anfang fanden. Der Entwicklungsprozess mündete nach ersten Überlegungen im Ministerium im Jahr 2003 nun—auch dank der stetigen Unterstützung des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen sowie der tatkräftigen Entwicklung der formalen Struktur des Studiengangs durch Frau Anne Schmiedl, Lehrstuhlassistentin der Sinologie—in der erreichten Einrichtung des „Erweiterungsfaches Chinesisch“ in der Lehrerausbildung. Damit ist ein entscheidender Fortschritt in der Etablierung eines qualitativ hochwertigen Sprachunterrichts erreicht.

Frau Prof. Dr. Esther-Maria Guggenmos, die die Lehrstuhlvertretung von Prof. Lackner als dem Direktor des Erlanger Forschungskollegs IKGF inne hat, koordiniert die vielschichtige Entwicklung in der momentanen Umsetzung, führte in ihrem Dank zunächst die Beiträge aller Beteiligten vor Augen und hieß die zukünftigen Lehramtsstudenten willkommen. Im Anschluss  stellte sie die zentralen Elemente und Besonderheiten des Lehramtsstudiengangs vor, der neben der Sprachausbildung auch Einblicke in die Kultur- und Geistesgeschichte sowie eine fachdidaktische Ausbildung vermittelt. Bereits in der Sprachausbildung in modernem Chinesisch werden auch Grundkenntnisse des klassischen Chinesisch vermittelt. Diese Verbindung von Tradition und Moderne zieht sich durch die gesamte Ausbildung – und es ist laut Guggenmos genau diese Kombination, welche maßgeblicher Faktor für die Popularität der Erlanger Sinologie ist. Studierende äußern sich positiv darüber, nicht vor die Wahl zwischen Tradition und Moderne gestellt zu werden, sondern durch die Verbindung beider Bereiche auch größere entwicklungsgeschichtliche Zusammenhänge darstellen zu können und damit zur eigenen Reflexion angeregt zu werden.

Stellvertretend für das Konfuzius-Institut sprach die Direktorin Dr. Yan Xu-Lackner über die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Lehrstuhl für Sinologie und dem Institut. Als Beispiele nannte sie unter anderem die gerade beendete Vortragsreihe über aktuelle Forschungen zur Seidenstraße sowie das vom Konfuzius-Institut getragene Kulturmagazin „Radio süß-sauer“, in welchem Studierende der Sinologie in eigener Regie monatlich einen Einblick in die chinesische Kultur liefern. Xu-Lackner freut sich besonders auf die Etablierung des Lehramtsstudiengangs als eines Studiengangs, der eben nicht nur sprachliche Fähigkeiten vermittelt, sondern ganz im Sinne der Lehrenden auch die Auseinandersetzung mit China in einem umfassenden Sinn einschließe und Emotionen nicht ausklammere. Dass dies großen Einsatz und Durchhaltevermögen voraussetzt, drücke sich bereits in einem chinesischen Sprichwort aus, den Sie dem Studiengang als guten Wunsch mit auf den Weg gab: „Es dauert zehn Jahre, einen Baum hochzuziehen, aber hundert Jahre, um ein Talent heranzuziehen“ „十年树木,百年树人“.

Mit drei Einlagen sorgte Linlin Fan von der Hochschule für Musik in Nürnberg für die musikalische Untermalung der Veranstaltung. Mit Beiträgen von Mozart über Ravel bis hin zu einer auskomponierten Improvisation moderner chinesischer Filmmusik (Wòhǔ Cánglóng 臥虎藏龍 / Crouching Tiger, Hidden Dragon) spannte sie auf hohem musikalischen Niveau gekonnt den Bogen zwischen West und Ost und verlieh der Veranstaltung damit einen angemessenen Rahmen.

Die Eröffnungsfeier wurde mit einem Buffet im Foyer des Wassersaales abgerundet. Die Theatergruppe der Sinologie begleitete mit einer Aufführung das gemeinsame Essen. Sie zeigten unter der Leitung der Lektorin Yang Cui die klassische Liebesgeschichte der „Butterfly Lovers“, eine der großen chinesischen Volkserzählungen, die sich um eine Erzählung aus dem 4. Jahrhundert über das Verhältnis des Liebespaares Liang Shanbo und Zhu Yingtai rankt. Vom Publikum wurde das sprachliche und spielerische Können der Studenten mit großem Applaus belohnt.

So stellte diese Veranstaltung einen würdigen Auftakt zur Einführung des neuen Studiengang „Erweiterungsfach Chinesisch im Lehramtsstudiengang an Gymnasien“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg dar. Zukünftig können Studierende hier mittels modernster Hilfsmittel durch die großzügige Spende der Firma Huawei Chinesisch lernen und dafür wird allen Beteiligten an diesem Prozess noch einmal recht herzlich gedankt!

 

Pressestimmen:

Bericht des Bayerischen Rundfunks

Bericht der Plattform „FAU aktuell“

Vom 16. bis 20. November 2016 richtet das 4. Chinesische Filmfestival des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen unter dem Motto „Chinas Ränder“ seine Aufmerksamkeit auf ein in Deutschland weithin unbekanntes China. Es ist den sogenannten nationalen Minderheiten Chinas gewidmet, ihren Besonderheiten und ihren ganz eigenen Identitätsfindungen. Dabei werden sowohl Filme von Angehörigen dieser ethnischen Gruppen als auch von Regisseurinnen und Regisseuren der Mehrheitsbevölkerung der Han-Chinesen gezeigt – so entsteht aus dem Wechselspiel von Blicken von innen und von außen ein differenziertes Bild der komplizierten und vielschichtigen Befindlichkeiten von Minoritäten im chinesischen Staat. Musik und religiöse Traditionen, die Gegensätze des ländlichen und städtischen Lebens, die Gratwanderung in der Grauzone zwischen Anerkennung alter Bräuche und dem Druck der Modernisierung, aber auch der Kampf um das schiere Überleben in den ökonomischen Zwängen der Gegenwart spielen eine entscheidende Rolle in den hier gezeigten Filmen.

Das Filmfestival findet 2016 erstmals in zwei Städten statt, in Erlangen in den Manhattan-Kinos und in Nürnberg im Casablanca Filmkunsttheater. Das Filmfestival findet in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung und mit freundlicher Unterstützung des Vereins Das Lamm muss laufen! und der Kulturförderung der Stadt Erlangen statt.

Als Eröffnungsfilm wird „Tharlo“ des mehrfach preisgekrönten tibetischen Regisseurs Pema Tseden gezeigt. Zu Gast beim Festival ist die vielversprechende Nachwuchsregisseurin Wu Na mit ihrem Film „Song and Moon“. Im Rahmen des Filmfestivals finden Vorträge sowie am 18. November 2016 ein Round-Table-Gespräch mit Experten aus Sinologie, Tibetologie, Medienwissenschaft, dem Co-Kurator des Festivals und der Regisseurin Wu Na im Wassersaal der Orangerie in Erlangen statt.

Nähere Informationen zu den einzelnen Filmen und Spielplan sowie Informationen zu den Preisen und Vorverkauf

Zeitrahmen: 16.11. – 20.11.2016

Mittwoch, 16.11.2016, 18:00 Uhr:
Eröffnung des Filmfestivals in Erlangen mit Begrüßung, Filmvorführung „Tharlo“ und Filmgespräch, anschließend Empfang

Donnerstag, 17.11.2016, 17:00 Uhr:
Auftakt des Filmfestivals in Nürnberg mit Begrüßung, Vortrag „Modernisierung und kulturelle Identität in China“ von Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer, anschließend Filmvorführung „Tharlo“ (18:30 Uhr) und „A Simple Goodbye“ (21:30 Uhr)

Donnerstatag, 17.11.2016, 18:00 Uhr:
Vortrag „The Political Calculus of Ethnicity: the National Minority Film in the Early PRC“ von Dr. Lu Xiaoning, Kollegienhaus Raum KH 1.012, Universitätsstr. 15, 91054 Erlangen

Freitag, 18.11.2016, 16:00 – 18:00 Uhr:
Round-Table-Gespräch „Chinas Ränder“ im Wassersaal der Orangerie in Erlangen (um Anmeldung an event@konfuzius-institut.de wird gebeten)

Zeiten der Filmvorführungen siehe Spielplan

Veranstaltungsorte:
Manhattan-Kinos (Güterhallenstraße 4, 91054 Erlangen)
Casablanca Filmkunsttheater (Brosamer Straße 12, 90459 Nürnberg)

Eine der diesjährigen Preisträger des Nobelpreises für Medizin ist die Chinesin Youyou Tu. Warum das gleich in zweifacher Hinsicht außergewöhnlich ist, erklärt Sinologe Prof. Dr. Marc Matten von der FAU.

(Dieser Beitrag erschien zuerst auf der Website der FAU unter der Rubrik „Nachgefragt„.)

Der Nobelpreis für Medizin wird in diesem Jahr an drei Mediziner verliehen, die sich um die Erforschung parasitärer Krankheiten verdient gemacht haben: an den irischen, in der USA tätigen Biochemiker William Campbell, den japanischen Chemiker und Pharmakologen Satoshi Omura – und die chinesische Pharmakologin Youyou Tu. Für China ist es damit der erste Nobelpreis im Bereich der Medizin.

Youyou Tu, geboren 1930, erhält den Preis für ihre Suche nach einem Heilmittel für Malaria. Sie entwickelte Ende der 60er-, Anfang der 70er-Jahre eine Extraktionsmethode für den Wirkstoff Artemisinin aus der Heilpflanze „Einjähriger Beifuß“. Statt durch Auskochen, eine in der traditionellen chinesischen Medizin häufig angewandte Methode, extrahierte Tu den Wirkstoff mit kalten Wasser, und konnte damit sehr schnell Behandlungserfolge bei Malariapatienten vermelden. Diese Einsicht, den Wirkstoff mit kaltem Wasser zu extrahieren, gewann Tu durch ihre Studien der Schriften des chinesischen Daoisten und Alchemisten Ge Hong (geb. um 280, gest. um 340), dessen Handbuch zu Behandlungen akuter Krankheiten sie im Rahmen ihrer Teilnahme an Projekt 523 – einem geheimem Militärprojekt während des Vietnamkrieges – studierte. Dort lautet ein Satz: „Man nehme eine Handvoll Beifuß, weiche es in der doppelten Menge Wasser ein, presse die Pflanzen aus und nehme den Saft zu sich.“ Ausgehend von diesem, im Chinesischen nur 15 Zeichen langen Satz, entwickelte Tu ihre Methode.

Die Ironie der Geschichte ist hier gleich doppelt zu beobachten. Zum einen daran, dass der Preis einer Frau verliehen worden ist, die im staatlichen chinesischen Wissenschaftsbetrieb nicht so fest verankert ist wie ihre Kollegen – ihre nun prämierten Erfolge sind damit auch nicht das Resultat der staatlich finanzierten und sich aktuell rasant entwickelnden Forschungslandschaft. Youyou Tu ist vielmehr bekannt für ihre „Drei-nicht-haben“, das heißt, sie hat keinen Doktortitel, ist nicht Mitglied der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und hat keine Studien- oder Forschungserfahrungen im Ausland.

Zum anderen, dass sie einen Nobelpreis für eine Leistung aus der Ära erhalten hat, die in der Wissenschaftsgeschichte bis vor kurzem als anti-wissenschaftlich und anti-intellektuell verstanden wurde, nämlich die Zeit des Großen Sprungs nach vorn (1958-61) und der Kulturrevolution (1966-76). Tus Fall – neben vielen anderen bekannten und weniger bekannten – offenbart, dass die Mao-Ära nicht so einfach zu bewerten ist, will man den wissenschaftlichen und technologischen Durchbrüchen dieser Zeit nicht unrecht tun – auch wenn die offizielle Wissenschaftsphilosophie und -politik eine andere war. Dies zu zeigen, ist Ziel des aktuell an der Sinologie angesiedelten, drittmittelfinanzierten Forschungsprojekts „Science, Modernityand Political Behavior in Contemporary China (1949-1978)“.
Weitere Informationen:

Prof. Dr. Marc A. Matten
Tel.: 09131/85-23094
marc.matten@fau.de

Wissen ist Nacht – Die Sinologie Erlangen in der Langen Nacht der Wissenschaften am 24. Oktober 2015

 

von Stefan Sültz

Wie schon in den vergangenen Jahren beteiligte sich die Sinologie der FAU auch in diesem Jahr an der Langen Nacht der Wissenschaften des Städtedreiecks Erlangen, Fürth und Nürnberg. Unter dem Dach des neuen gemeinsamen Namens „Institut für Sprachen und Kulturen des Nahen Ostens und Ostasiens“ bot sie gemeinsam mit der Japanologie und der Orientalistik den Besucherinnen und Besuchern ein spannendes und abwechslungsreiches Programm.

Los ging es bereits um 14 Uhr mit dem Kalligraphie-Atelier des Kinderprogramms, das in Zusammenarbeit mit dem Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen veranstaltet wurde. Hier konnten Kinder selbst zum Pinsel greifen und unter fachkundiger Anleitung von Yang Cui und Jia Shi ihre ersten chinesischen Schriftzeichen schreiben.

In der Vortragsreihe des Abendprogramms gewährten dann ab 18 Uhr Dozentinnen und Dozenten der Sinologie Einblicke in ihre Forschung: Unter dem Titel „Dem Täter auf der Spur –  Verbrechensaufklärung im alten China“ zeichnete Prof. Dr. Carsten Storm Ermittlungsmethoden der Magistrate im vormodernen China nach und verriet einige der Tricks und Strategien, die sie zur Überführung von Straftätern anwandten.

 

In seinem Vortrag über „Komische Karten – Kartographische Darstellungen Chinas seit 1500“ zeigte Prof. Dr. Marc Matten dann am Beispiel Chinas, dass Landkarten nicht einfach nur Versuche darstellen, die geographische Realität maßstabsgetreu wiederzugeben, sondern dass sie vielmehr auch von sozialen, politischen und weltanschaulichen Vorstellungen durchzogen sind.

 

Renée Gringmuth gab schließlich einen Überblick über die „Tiermedizin im China der 50er und 60er Jahre“, eine Zeit, in der die Veterinärmedizin der Volksrepublik eine besonders rasante Entwicklung erfuhr, und erklärte Behandlungsmethoden wie etwa die Akupunktur für Kühe, Schweine, Pferde und Co.

Auf besonderes Interesse bei Groß und Klein stieß auch die Comicausstellung aus der Sammlung von Prof. Dr. Michael Lackner. Unter dem Motto „Kung-Fu, Drachen, Abenteuer – Das Bild Chinas und der Chinesen im Spiegel des europäischen Comics“ zeigten die Exponate mittelalterliche Schwertkämpfer, Haudegen im Fantasiekostüm, aber auch Personen der jüngeren chinesischen Geschichte und offenbarten die vielfältigen Blicke ihrer Erschaffer auf China.

In Zusammenarbeit mit Studierenden der Sinologie und Religionswissenschaft stellte Prof. Dr. Esther-Maria Guggenmos für das Internationale Forschungskolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung „Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa“ (IKGF) gängige Formen der Wahrsagung in China vor und bot auch die Möglichkeit, diese selbst auszuprobieren. Dabei erstreckte sich das Spektrum von frühen Formen der Wahrsagung mittels Orakelknochen über die bekannteste chinesische Wahrsagungstechnik mit Hilfe des Buches der Wandlungen (Yijing) bis hin zu auch im Westen verbreiteten Techniken wie der Geomantie (Fengshui). Auch der Bayerische Staatsminister des Inneren, für Bau und Verkehr, Joachim Herrmann, und der Präsident der FAU, Prof. Dr.-Ing. Joachim Hornegger, statteten der Ausstellung einen Überraschungsbesuch ab, wo sie von Prof. Dr. Michael Lackner, dem Direktor des IKGF, herzlich empfangen und durch die Präsentation geführt wurden. Anschließend nahmen sich beide Gäste noch Zeit für einen regen Austausch mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Noch bis spät in die Nacht lauschten Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen den Vorträgen, stöberten in Comics oder versuchten sich an alten chinesischen Divinationstechniken. Angesichts der großen Zahl der Gäste und des entgegengebrachten Interesses freut sich die Sinologie Erlangen gemeinsam mit dem Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen und dem IKGF darauf, auch in der nächsten Langen Nacht der Wissenschaften 2017 wieder dabei zu sein!

Einen weiteren Bericht zur Langen Nacht der Wissenschaften finden Sie auch auf der Website des IKGF

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende,

wir möchten Sie gerne auf die Einladung des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen zum deutsch-chinesischen Neujahrskonzert aufmerksam machen:

Zum vierten Mal in Reihe findet ein Konzert zum Chinesischen Neujahr in der Meistersingerhalle in Nürnberg statt. Die Besonderheit des Konzerts ist die Mischung aus chinesischer und westlicher klassischer Musik, die die Musiker aus der Partnerstadt Shenzhen und der Hochschule für Musik in Nürnberg zusammen aufführen. Die ausgewählten Werke stehen für die beiden Kulturen und ihre Freundschaft.

Zeit: 28.02.2015, 20 Uhr
Ort: Kleiner Saal der Meistersingerhalle, Münchner Str. 21, 90478 Nürnberg
Vorverkauf: Stadt Nürnberg, Kulturinformation Königstraße 93, Tel.: 0911/231-40 00
Eintritt: 17 €, VVK 15 €

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende,

wir möchten Sie gerne auf die folgende Veranstaltung des Konfuzius-Insituts Nürnberg-Erlangen hinweisen:

„Experimentelle Peking-Oper, ein Werkstattbericht“

Die Regisseurin und Dipl. Theaterwissenschaftlerin Anna Peschke wird eine kurze Einführung in die Geschichte der Peking-Oper geben und danach über ihre eigene Arbeit sprechen. 2012 inszenierte sie „Woyzeck“ als experimentelle Peking-Oper mit dem Schauspieler Wang Lu von der National Beijing Opera Company (Premiere in Frankfurt November 2012). http://annapeschke.de/woyzeck.html

Während die Aufführungen der experimentellen Peking-Oper in China eine Auseinandersetzung mit der eigenen Theaterkultur darstellen, so bieten sie in Deutschland die Möglichkeit, einen bekannten Stoff neu zu rezipieren. Die Fremdartigkeit der Peking-Oper und der dadurch entstehende Verfremdungseffekt ermöglichen eine Distanz, die neue Perspektiven auf westliche Stoffe schaffen kann.

Darüber hinaus lässt sich untersuchen, welche Gesten und Bewegungen auch über Kulturgrenzen hinweg verstehbar sind und wie neue Decodierungen für unbekannte Gesten gefunden werden können.

Zeit: 20. Januar, Beginn: 19:00 Uhr
Ort: Konfuzius-Institut, Virchowstraße 23, 90409 Nürnberg
Eintritt: frei

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende,

gerne weisen wir auf die folgende Einladung des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen hin:

„Wir laden Sie herzlich zu einer Lesung mit dem chinesischen Sachbuchautor Zhou Qing ein.

Zhou Qing, geboren 1964 in Xi’an, ist Schriftsteller, Journalist und Dokumentarfilmer. Er befasst sich mit sozialen Brennpunktthemen in China und wurde für seine Arbeiten mehrfach international ausgezeichnet. 2009-2012 war er Stipendiat im Writers-in-Exile-Programm des deutschen PEN-Zentrums in München. Derzeit lebt und arbeitet er in Berlin.

Zhou Qing wird an diesem Abend aus seinem Buch 民以何食为天 („Wovon soll sich unser Volk in Zukunft ernähren – Skandale um Lebensmittel“) lesen und im Anschluss über die Lebensmittelsicherheit in China berichten. Für das Buch recherchierte er drei Jahre lang und interviewte Lebensmittelhersteller, Restaurantbetreiber, Fischzüchter, Bauern, Händler, Ärzte und Konsumenten. 2006 wurde er dafür mit dem Lettre Ulysses Award for the Art of Reportage ausgezeichnet. Die Lesung und das Gespräch sind auf Deutsch und Chinesisch, es wird gedolmetscht.“

Zeit: 17. November 2014, Beginn: 18:15 Uhr
Ort: Konfuzius-Institut, Virchowstraße 23, 90409 Nürnberg
Eintritt: frei

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende,

wir weisen auf die folgende Veranstaltung des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen hin:

3. Chinesisches Filmfestival in den Manhatten-Kinos in Erlangen

„Hälfte des Himmels?“ – Frauen in China zeigt vom 29.10.-02.11.2014 neun Dokumentar- und Kunstfilme, zum Großteil in deutscher Erstaufführung. Als Gäste sind die renommierte Frauenwissenschaftlerin Prof. Li Xiaojiang und die Dokumentarfilmerin Ji Dan eingeladen. Das Filmfestival wird dieses Jahr erstmalig von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb unterstützt.

Programm und Trailer finden Sie hier.
Kartenreservierungen im Kino unter: 09131-22223

Das 3. Chinesische Filmfestival wird in den Manhattan-Kinos in Erlangen von Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, und Susanne Lender-Cassens, Bürgermeisterin der Stadt Erlangen, eröffnet. Im Anschluss an den Film „Spiral Staircase of Harbin“ von Ji Dan wird Thomas Krüger das Filmgespräch mit der Regisseurin und Prof. Li Xiaojiang führen.

Zeit: 29.10.2014, ab 18:00 Uhr
Ort: Manhattan-Kinos, Güterhallenstraße 4, 91054 Erlangen
Kartenreservierungen: Im Kino unter: 09131-22223

Im Rahmen des Filmfestivals findet am Freitag ein Round-Table-Gespräch in der Orangerie statt. Moderiert wird es von Christoph Müller-Hofstede, Projektleiter bei der Bundeszentrale für politische Bildung. Seine Gesprächspartner sind: Die Genderforscherin Prof. Li Xiaojiang, die Filmemacherin Ji Dan, die Sinologin Dr. Astrid Lipinsky und der Schriftsteller und Dokumentarfilmer Zhou Qing. Weitere Informationen finden Sie hier.

Zeit: 31.10.2014, 16:00-18:00
Ort: Orangerie im Schlossgarten in Erlanagen
Eintritt: frei, aufgrund begrenzter Plätze bitten wir um Anmeldung unter anmeldung@konfuzius-institut.de