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Prof. Dr. Dr. Andrea Bréard für höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands ausgewählt

Großartiger Erfolg für die FAU: Zum vierten Mal in Folge und zum insgesamt siebten Mal ist eine von ihr vorgeschlagene Forscherpersönlichkeit für eine Humboldt-Professur ausgewählt worden: Prof. Dr. Dr.

Prof. Dr. Dr. Andrea Bréard (Foto: Gudrun-Holde Ortner)

Andrea Bréard ist von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung für den höchstdotierten internationalen Forschungspreis in Deutschland benannt worden – die Forscherin erhält dafür 3,5 Millionen Euro.

Die Mathematikerin, Wissenschaftshistorikerin, Sinologin und Philosophin Prof. Dr. Dr. Andrea Bréard forscht zur Geschichte der Mathematik Chinas. Dabei führt sie Wirtschaftsgeschichte, politische Geschichte und Sozialgeschichte zusammen und gibt so Einblicke in die Geistesgeschichte Chinas insgesamt.

Ihr Hauptthema ist die Geschichte der chinesischen Mathematik vom späten imperialen Zeitalter bis ins 20. Jahrhundert. Dabei blickt sie weit über die Geschichte der Mathematik in China hinaus: Prof. Bréard verbindet die Geschichte der Wirtschaft mit politischer Geschichte und Sozialgeschichte und gibt so Aufschluss über die Entwicklung der Geistesgeschichte Chinas insgesamt. Konkret wird dies beispielsweise in ihren Forschungen zur Geschichte statistischer Methoden im administrativen und politischen Kontext. Hier konnte sie aufzeigen, wie ein moderner Staat und der Bereich der Statistik gleichzeitig geschaffen wurden.

Zugleich legt sie in ihrer Forschung dar, wie die wissenschaftliche Kultur Chinas von eigenen Werten geprägt ist, die sich aus der Kulturgeschichte des Landes ergeben – und die auf den ersten Blick nicht immer den Standards westlich geprägter Wissenschaft entsprechen. Mit Arbeiten wie diesen findet die Wissenschaftlerin nicht nur in der Mathematik, sondern auch in der Sinologie und der Geschichte der Naturwissenschaften Beachtung.

Als Humboldt-Professorin an der FAU soll sie neue Direktorin des Internationalen Kollegs für Geisteswissenschaftliche Forschung „Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa“ werden. Mit ihrem breit gefächerten Hintergrund als Mathematikerin, Wissenschaftshistorikerin, Sinologin und Philosophin soll Prof. Bréard neue, interdisziplinäre Perspektiven in die Geschichte der Naturwissenschaften einbringen und thematisch die Erforschung der Prognostizierung stärken.

 

Den gesamten Artikel sowie eine Kurzbiografie finden Sie hier.