Projekte abgeschlossen

Projekte abgeschlossen

Unser Vorhaben „Chinawissen vernetzt: zur Analyse und Schaffung komplexer disziplinärer Räume“ ist wissenschafts- und disziplingeschichtlich: es betrifft Akteure des Wissenstransfers mit China seit Mitte des 19. Jhds. Sie werden in ihren  komplexen Identitäten und globalen Netzwerken verstanden, die zur Schaffung von Wissen in beiden Richtungen beigetragen haben und durch Übersetzungsprozesse die Universalität (und Lokalität) der Wissenschaften konstruiert haben. In einer ersten Konferenz untersuchen wir exemplarisch einige Hauptakteure des Wissenstransfers zwischen Europa und China, ihre multiplen Identitäten und Netzwerke und ihre Rolle in alten oder neu gegründeten Institutionen. Durch Text-Lektüren, Diskussionsrunden und Präsentationen sollen dadurch auch die Sinologien Frankreichs, Deutschlands und Italiens einander näher gebracht werden. Notre projet « Savoirs sur la Chine en réseau : sur l’analyse et la création d’espaces disciplinaires complexes » relève de l’histoire des sciences et de l’histoire disciplinaire : il concerne les acteurs de la circulation des savoirs avec la Chine depuis le milieu du 19e siècle. Ils seront compris dans leurs identités complexes et leurs réseaux mondiaux qui ont contribué réciproquement à la construction des savoirs et de l’universalité (et la localité) des sciences à travers des processus de traduction. Lors d’une première conférence trilatérale on s’intéressera à quelques acteurs et à leurs réseaux dans leurs identités multiples, on s’interrogera sur le rôle qu’ils ont joué dans les institutions anciennes ou nouvellement crées. A travers des ateliers de lecture, des tables rondes et des présentations on souhaite ainsi rapprocher davantage les sinologies en France, en Italie et en Allemagne. Il progetto “Sinologia in rete: spazi interdisciplinari per gli studi cinesi” si muove nell’ambito della storia delle scienze in una prospettiva multidisciplinare e riguarda attori e mezzi del trasferimento di conoscenze da e per la Cina dalla metà del XIX sec. Nel corso del primo incontro trilaterale si analizzeranno attori e reti che hanno contribuito alla costruzione di saperi e dell’universalità (e localizzazione) delle scienze, interrogandosi sul loro contributo a una costruzione condivisa di scambi e interazioni in ambito sinologico in Cina e in Europa. Attraverso tavole rotonde, sessioni di traduzione e analisi di testi, discussioni plenarie e in sottogruppi, presentazioni di contributi si cercherà di rafforzare la collaborazione e l’interazione degli studiosi partecipanti da Francia, Italia e Germania per una riflessione condivisa che possa portare a una diffusione estesa dei risultati della ricerca. Our project “Networks of knowledge about China: on the analysis and creation of complex disciplinary spaces” concerns the history of science and disciplines: it will deal with actors in the circulation of knowledge with China since the middle of the nineteenth century. They will be analyzed in terms of their complex identities and of the global networks which have contributed to the construction of knowledge and to the universality (and locality) of science through translation processes. During the first trilateral conference we will look at a few actors and their networks in their multiple identities, we will question the role they played in old or newly created institutions. Through reading workshops, round tables and presentations, the aim is to bring French, Italian and German sinologies closer together.

Prof. Dr. Andrea Bréard
Lehrstuhl für Sinologie mit dem Schwerpunkt Geistes- und Kulturgeschichte Chinas (Alexander von Humboldt-Professur)
andrea.breard@fau.de

https://youtu.be/mcioSlpxNqk Am Lehrstuhl für Sinologie werden im E-Learning-Projekt neue Konzepte zur Vermittlung der chinesischen Sprache und Kultur unter Einsatz digitaler Medien erarbeitet und Studierende des Lehramtsstudiengangs „Erweiterungsfach Chinesisch“ im Umgang mit Tablets und interaktiven Whiteboards geschult. Das Erlernen von Online-Recherchestrategien, der kritische Umgang mit digitalen Medien und die souveräne Handhabung der entsprechenden technischen Ausstattung gehören heute zu den grundlegenden Fertigkeiten, die es im Studium zu vermitteln gilt. Die Sinologie in Erlangen verfügt Dank einer großzügigen Schenkung der Firma Huawei Technologies Deutschland GmbH über zwei interaktive Whiteboards sowie zwei Klassensätze von Tablets, sodass nicht nur im Sprachunterricht, sondern auch in Seminaren und Vorlesungen digitale Medien und Online-Tools integriert werden können. Die Arbeit des E-Learning-Teams wird finanziell vom QuiS-Projekt der FAU unterstützt und durch das ILI didaktisch begleitet. Fragen rund ums E-Learning beantworten wir Ihnen gerne unter: sinologie-e-learning@fau.de Das Logo des E-Learning-Programms.

 

Projektziele

Die technische Ausrüstung in den Unterrichtsräumen und die Online-Angebote eröffnen den Studierenden und Lehrenden eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten der Interaktion und eine bessere Einsicht in Lernfortschritte:

E-Learning im Sprachunterricht und im Seminar

Die Tablets können im Sprachunterricht dazu beitragen, dass die Studierenden den Unterricht aktiver mitgestalten und etwa nach einzelnen Übung am Tablet die Ergebnisse vergleichen und gemeinsam Verbesserungen erarbeiten können. Digitale Inhalte, wie Film- oder Audiomaterial können von den Studierenden im eigenen Tempo auf den Tablets abgespielt und beliebig oft wiederholt werden. Dies ist insbesondere beim Erlernen der chinesischen Aussprache und bei Hörverständnisübungen von Vorteil. Auch das Erlernen der Schriftzeichen, das die Lernenden vor besondere Herausforderungen stellt, kann durch die graphischen Möglichkeiten der interaktiven Whiteboards und Tablets unterstützt werden.

E-Learning im Selbststudium

Über die Online-Plattform StudOn der FAU können Studierende auch von zu Hause aus in Online-Tests ihre fachlichen und sprachlichen Fähigkeiten verbessern. Zugleich können Lehrende die Fortschritte der Studierenden nachverfolgen und nach Bedarf gezielt zusätzliche Angebote machen. Es kann unter anderem gemeinsam an Aufgaben gearbeitet, über Umfragen ein Feedback eingeholt und direkt innerhalb der Gruppe kommuniziert werden. Eine Grafik zur Visualisierung des E-Learning-Prinzips.

Team

Koordination: Herr Prof. Dr. Michael Höckelmann
Email: michael.hoeckelmann@fau.de
Tel: +49 9131 85-23094  

Fachkraft Chinesischunterricht: Frau Yang Cui
Email: cui.yang@konfuzius-institut.de 

Wissenschaftliche Mitarbeitende: Frau Carolin Tzschentke
Email: carolin.tzschentke@fau.de  

Studentische Hilfskräfte: Herr David Bock
Email: david.bock@fau.de  

 

Vergangene Veranstaltungen

Workshop „Sinology 3.0 – Theoretical Framework and Practical Application of E-Learning-Methods“

Nach bereits zwei erfolgreichen Workshops Der Flyer "Sinologie 3.0" für die Bewerbung des E-Learning-Projekt.zu diesem Thema fand am 11.04.2019 ein weiterer E-Learning-Workshop am Lehrstuhl für Sinologie der FAU statt – dieses Mal mit dem Titel „Sinology 3.0 – Theoretical Framework and Practical Application of E-Learning-Methods”. Ziel des Workshops war es, die Lehrenden mit neuen Möglichkeiten in der praktischen Anwendung von digitalen Medien und Plattformen vertraut zu machen. Zudem sollte ein Austausch über Erfahrungen mit den bestehenden Möglichkeiten angeregt werden. Nach den Grußworten von Frau Anne Schmiedl, M.A. und Frau Yang Cui, M.A. gaben die E-Learning-Koordinatorin der FAU, Frau Dr. Iris Wunder, und Frau Dipl.-Päd. Stefanie Zepf vom Institut für Lern-Innovation (ILI) eine interessante Einführung in die Projekte, die sie betreuen. Danach erläuterten Maja Pryka und Keewai Wong die Grundzüge der Systeme StudOn und SMART Learning Suite. Die anschließende Präsentation von Frau Cui befasste sich mit der Einbindung von E-Learning-Methoden in die Lehre des Modernen Chinesisch. Ein Meeting des E-Learning-Projektes.Mit der Einführung in die Anwendung von digitalen Medien im Unterricht des Klassischen Chinesisch führte Frau Schmiedl in ein Feld ein, welches in Europa bisher kaum berücksichtigt wird. Den Abschluss bildete die Präsentation von Frau Dr. Henrike Rudolph, in welcher sie das Thema der nachhaltigen Nutzung von digitalen Lehrmaterialien aufgriff und neue Impulse dazu gab. Im zweiten Teil des Workshops hatten die Dozierenden die Chance, selbst aktiv zu werden. Es wurden Anwendungsmöglichkeiten der vorgestellten Lernplattformen im Chinesischunterricht ausprobiert, neue Ideen ausgetauscht sowie über innovative Ansätze in der Digitalisierung der Lehre diskutiert. Ein Gruppenfoto der am E-Learning-Projekt beteiligten Personen. Das E-Learning-Team der Sinologie möchte an dieser Stelle ganz besonders Frau Dr. Wunder und Frau Zepf für ihre Anregungen und beständige Unterstützung danken. Auch allen anderen Gästen des Workshops, und besonders der Direktorin des Konfuzius-Instituts Frau Prof. Dr. Li und den Dozentinnen des Konfuzius-Instituts, danken wir für ihr Interesse sowie den tatkräftigen Input.  

Fortsetzung der Filmdreharbeiten des E-Learning Projekts am Lehrstuhl der Sinologie

Studierende und Lehrende bei einem Videodreh im Sinologie-Institut.
Das Team am Set

Das E-Learning Projekt Team hat im Sommersemester 2018 den Dreh von Lehrvideos fortgeführt. Am 26. Juni und 16. Juli hat das Team eine Videoreihe bestehend aus vier Kurzvideos sowie vier weitere Lehrvideos gedreht. Durch zahlreiche Feedbacks konnten viele Verbesserungen vorgenommen werden:
In der Konzeptionsphase der Lehrvideos wurde insbesondere Wert auf die neue FunktionDer Leseraum der Teilbibliothek Sinologie während eines Videodrehs mit Film-Equipement. „interaktive Videos“ auf StudOn gelegt, um den Zuschauern einen angenehmen und interessanten Einblick in die behandelten Themen zu ermöglichen. Für eine bessere Videoaufnahme und Umsetzung des Drehs wurde die Technik durch einen Teleprompter ergänzt.
Das E-Learning Projekt der Sinologie unterstützt am Lehrstuhl die Einbettung von Technik in die didaktische Lehre. Das Angebot richtet sich an alle Kurse der Sinologie. Auch dieses Mal wurde der Dreh durch die Ausleihe der notwendigen Technik vom Institut für Lern-Innovation der FAU ermöglicht.  

Filmdreh des E-Learning Projekts – Kurze Lehrvideos zur Sprache und Kultur Chinas:

Kameraequipment zum Dreh der E-Learning-Videos.Am Lehrstuhl der Sinologie fand am 26. und 27. Februar ein Videodreh des E-Learning-Teams statt, bei dem insgesamt vier kurze Lehrvideos aufgenommen wurden. Diese sollen den Auftakt für eine Reihe von Videos bilden, in denen sowohl die chinesische Sprache, als auch die Kultur möglichst verständlich und anschaulich vermittelt werden soll. Das E-Learning Projekt der Sinologie arbeitet daran, digitale Medien sowohl in den Sprachunterricht, als auch in den Seminaren und Vorlesungen zu integrieren. Mit dieser kleinen Videoreihe sollen zunächst wichtige Grundkenntnisse zu China abgedeckt werden, sie zielen damit sowohl auf Studierende wie auch auf interessierte Zuschauer und Einsteiger mit weniger Vorwissen ab. Ermöglicht wurde der Dreh durch ein vom Institut für Lern-Innovation ausgeliehenes Videoset und einem Laptop mit der nötigen Videoschnittsoftware. Sobald die Lehrvideos fertig und überarbeitet sind, werden sie sowohl auf der Sinologie Homepage, als auch auf Youtube zu sehen sein.  

Videodreh:

Die Teilnehmer an der Aktion "Filmdreh für das E-learning Projekt" simulieren einen typischen Unterrichtsverlauf mit Tablets, das ganze wird gefilmt. Die Teilnehmer sitzen an Tischen und nutzen Lehrbuch, sowie die Tabletts und schreiben auf diesen u.a. Schriftzeichen.Im März dieses Jahres wurde am Lehrstuhl für Sinologie das E-learning Projekt für den Chinesischunterricht eingeführt. Dieses Projekt entstand durch die Schenkung von Smartboards und Tablets in doppelter Klassenstärke durch die Firma Huawei im Jahr 2016. (Verlinkung zu weiteren Informationen.) Daraus ergaben sich neue Lehrmöglichkeiten für den Sprachunterricht, die das E-learning Team, finanziert aus Quis-Mitteln, in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Lern-Innovation an der FAU erarbeitet. Im Mittelpunkt dieser Möglichkeiten stehen vor allem die Software Smartamp für die Smartboards und die universitätsinterne Plattform StudOn. Um das E-learning Projekt der Sinologie verbreiten und in einem größeren Rahmen vorstellen zu können, fand am 2. Oktober 2017 im Institut des Lehrstuhls für Sinologie ein Videodreh statt. Dabei wurden mit Studierenden der Sinologie verschiedene Szenen gefilmt, in denen gezeigt wird, wie die neue Technologie sowohl in den Unterricht als auch in das Lernen zuhause/ eigenständige Lernen? integriert werden kann. Das Team des E-learning Projekts, das derzeit aus Frau Henrike Rudolph, Frau Yang Cui, Frau Bang Ying und Frau Wenfeng Qian besteht, wurde dabei tatkräftig von dem Filmemacher Markus Tischner sowie Frau Iris Wunder, E-Learning-Koordinatorin der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie, unterstützt. Sobald der Film fertiggestellt wurde, wird er auch hier auf der Homepage zu sehen sein.  

Workshop:

Ein Unterricht mit Mitteln des E-Learning-Projektes.Am Donnerstag, den 12. Oktober 2017 fand der Lehrer-Fortbildungstag „Fachdidaktik Chinesisch“ in Form von zwei Workshops am Lehrstuhl für Sinologie in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut statt. Der vom E-Learning durchgeführte Workshop trug den Titel „Integration neuer Lehrtechnologien in den Chinesisch-Unterricht – Einführung und praktische Anwendung“. Der Fokus lag hierbei auf der Einbeziehung von Smartboards und Tablets. Nach einer Eröffnung durch Frau Henrike Rudolph vom Lehrstuhl für Sinologie und Herrn Zheng Wei vom Konfuzius-Institut Erlangen-Nürnberg folgte eine Vorstellung des Projekts „QuiS“ (Qualität in Studium und Lehre) von Frau Dr. Iris Wunder, der E-Learning Koordinatorin der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie der FAU. Das QuiS-Projekt unterstützt die Lehrenden bei der Aneignung von Lehr- und Lernmethoden, die durch den technischen Fortschritt ermöglicht werden und neue didaktische Möglichkeiten öffnen. Der Workshop wurde von der Chinesisch-Lektorin Frau Yang Cui geleitet und veranschaulichte die Vorteile einer Erweiterung der traditionellen Lehrmethoden durch innovative Lehrtechnologien. Dabei wurden unter anderem die Lernsoftware SmartAmp und die Plattform StudOn vorgestellt und deren Nutzung im Unterricht veranschaulicht. Beide beinhalten Programme, die dem Lernfortschritt der Studierenden im Sprachunterricht und auch außerhalb dienen. Da jedem Teilnehmer des Workshops ein Tablet zur Verfügung gestellt wurde, konnten sich diese unter Anweisungen an den Portalen ausprobieren. Zudem wurden realistische Übungen aus dem alltäglichen Chinesisch-Unterricht gestartet, die den Teilnehmern ein authentisches Bild von den neuen Lehrmethoden gegeben haben.
Abgerundet wurde der Workshop mit einer kurzen Vorstellung weiterer Funktionen in SmartAmp durch Frau Bang Ying und einer Einführung zu der Erstellung und Funktionsweise der Lernprogramme in StudOn durch Frau Leonie Sterzel.  

 

Feierliche Eröffnung des Lehramtsstudiengangs „Erweiterungsfach Chinesisch“:

Erlangen – Am 5. Dezember 2016 fand im Wassersaal der Orangerie die feierliche Eröffnung des Lehramtsstudiengangs „Erweiterungsfach Chinesisch“ statt. In diesem Rahmen erfolgte auch der Dank von der Sinologie und der Universität an die Firma Huawei Technologies Deutschland GmbH: Sie begleitet und unterstützt durch eine großzügige Schenkung die mediale Neugestaltung des Chinesischunterrichts mit Smartboards, Tablets und technischer Infrastruktur in doppelter Klassenstärke. So wird der systematische Aufbau neuer didaktischer Konzepte möglich, dessen Ergebnisse angehenden Chinesischlehrenden und bereits in diesem Bereich Tätigen über den Lehrstuhl Sinologie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Lern-Innovation (ILI) der FAU zur Verfügung gestellt werden.Flyer zur Einweihungsfeier des Lehramtstudienganges "Erweiterungsfach Chinesisch".Eröffnet wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Antje Kley, Vizepräsidentin für Lehrerinnen- und Lehrerbildung und Chancengleichheit der Universität. Als Schirmherrin des Programms „Qualität in Studium und Lehre an der FAU – QuiS“ stellte sie die notwendige Verzahnung technischer neuer Möglichkeiten mit deren methodischer Ausarbeitung in den Mittelpunkt ihres Dankes. Finanziell basiert die Fortführung dieses Programms auf der gerade erfolgten Bewilligung der zweiten Förderphase des QuiS-Projekts durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Dies ist Voraussetzung für die Fortführung der intensiven Förderung der didaktischen Aufbauarbeiten auf Basis der neuen Medien durch das Institut für Lern-Innovation der FAU und den Lehrstuhl Sinologie. Ministerialrat Robert Gruber bei der Einweihungsfeier des Lehramtsstudienganges "Erweiterungsfach Chinesisch".Ministerialrat Robert Gruber vom bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst verriet bereits durch seine Einleitung in chinesischer Sprache viel von der Weitsicht und der Bedeutung, die das Staatsministerium der Verankerung des Chinesischen in der Lehrerbildung beimisst. Die Notwendigkeit eines Studiengangs für das Lehramt Chinesisch sei allein daran zu erkennen, dass bereits jetzt an acht Schulen in Bayern Chinesisch als mündliches Abiturfach angeboten werde. Für die folgenden Jahre sei geplant, Chinesisch als zweite Fremdsprache und somit auch als schriftliches Abiturfach anzubieten. Die jetzigen Lehrer hätten allerdings noch nicht die notwendigen Qualifikationen und didaktischen Fähigkeiten Chinesisch zu unterrichten, da es bisher schlicht keine Möglichkeit gibt, diese in Bayern zu erwerben. Die Einrichtung des Erweiterungsfachs Chinesisch an der FAU sei daher ein wichtiger Schritt zum systematischen Aufbau des Chinesischen als ein solide fundiertes Unterrichtsfach an Gymnasien. Da die Universität hier eine multiplikatorische Funktion gerade auch im Einsatz neuer Medien übernimmt, war dem Staatsministerium daran gelegen, den Blick möglicher Spender über die Schulen hinaus auf die Universitäten zu richten.Carsten Senz bei der Einweihungsfeier des Lehramtsstudienganges "Erweiterungsfach Chinesisch". Natürlich war auch die Firma Huawei persönlich vertreten. Carsten Senz, Senior Manager Public Affairs & Government Relations Huawei Technologies Deutschland GmbH, übernahm zunächst die Aufgabe, das Unternehmen mit seinen Grundzügen vorzustellen. Das chinesische, global agierende Unternehmen legt ihm zufolge viel Wert auf Präsenz und Anpassung an die jeweilige Kultur und die Traditionen der Regionen. Deutschland stellt mit über 2000 Mitarbeitern einen wichtigen Standort dar. So befindet sich beispielsweise in München mit ca. 450 Mitarbeitern das größte firmeneigene Forschungszentrum in Europa. Als Beleg für die Verbundenheit mit den verschiedenen Regionen führte Senz die alle zwei Jahre erscheinende „Huawei Studie“( http://www.huawei-studie.de) an. Ihm persönlich liegt die mediale Unterstützung der Studierenden durch die Spende von Tablets und Smartboards besonders am Herzen, kann er sich doch als studierter Sinologe lebhaft an den zeitaufwendigen Umgang mit traditionellen Wörterbüchern im Papierformat erinnern. Die Digitalisierung stelle somit eine enorme Erleichterung für Studierende dar und könne den Umgang zwischen China und Deutschland für zukünftige Generationen maßgeblich erleichtern. Im Anschluss an den ersten Programmabschnitt folgte die feierliche Eröffnung des Studiengangs und die Übergabe der Schenkung von Carsten Senz an den Lehrstuhlinhaber der Sinologie, Prof. Dr. Michael Lackner.Um den Anwesenden die didaktischen Möglichkeiten des Unterrichts mit Tablets näher zu bringen, stellte Dipl.-Päd. Stefanie Zepf in einer kurzen Präsentation die Vorteile der medialen Neugestaltung im Sprachunterricht vor. Hierbei wird der traditionelle Unterrichtsstil durch innovative Elemente unterstützt.  Dabei überzeugt gerade die methodische Verzahnung von Unterricht und Nachbereitung, das sogenannte „blended-learning“: Im Klassenraum wird auf Grundlage neuer medialer Möglichkeiten unterrichtet und in der Nachbereitung auf den Datenpool des Unterrichts teilweise auch in vertiefter Form zurückgegriffen. Dieser Ansatz wurde von Yang Cui, Lektorin am Lehrstuhl für Sinologie, auf die konkreten Umsetzungsmöglichkeiten im Chinesischunterricht angewandt. Hierbei wird bestehende Software und lehrhafte Überlegungen zu Aussprache, Schriftzeichenerwerb, Vokabeltraining und Hörverständnis, mit eingebunden. Die neuen Unterrichtsformen am Lehrstuhl für Sinologie wurden in einem kurzen Film dargestellt, der eine Gemeinschaftsproduktion von Lehrstuhl und ILI unter Mitarbeit von Studierenden aus den Bereichen der Didaktik und dem der Sinologie erstellt wurde.Prof. Dr. Lackner bei der Einweihungsfeier des Lehramtsstudienganges "Erweiterungsfach Chinesisch". An die Präsentation schloss sich der Dank des Lehrstuhls für Sinologie und des Konfuzius-Instituts an: Prof. Dr. Michael Lackner, Lehrstuhlinhaber der Sinologie, zeigte die Vorgeschichte der Etablierung des Lehramtsstudiengangs auf, dessen erste Bemühungen bereits vor über zehn Jahren ihren Anfang fanden. Der Entwicklungsprozess mündete nach ersten Überlegungen im Ministerium im Jahr 2003 nun—auch dank der stetigen Unterstützung des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen sowie der tatkräftigen Entwicklung der formalen Struktur des Studiengangs durch Frau Anne Schmiedl, Lehrstuhlassistentin der Sinologie—in der erreichten Einrichtung des „Erweiterungsfaches Chinesisch“ in der Lehrerausbildung. Damit ist ein entscheidender Fortschritt in der Etablierung eines qualitativ hochwertigen Sprachunterrichts erreicht. Frau Prof. Dr. Esther-Maria Guggenmos, die die Lehrstuhlvertretung von Prof. Lackner als dem Direktor des Erlanger Forschungskollegs IKGF inne hat, koordiniert die vielschichtige Entwicklung in der momentanen Umsetzung, führte in ihrem Dank zunächst die Beiträge aller Beteiligten vor Augen und hieß die zukünftigen Lehramtsstudenten willkommen. Im Anschluss  stellte sie die zentralen Elemente und Besonderheiten des Lehramtsstudiengangs vor, der neben der Sprachausbildung auch Einblicke in die Kultur- und Geistesgeschichte sowie eine fachdidaktische Ausbildung vermittelt. Bereits in der Sprachausbildung in modernem Chinesisch werden auch Grundkenntnisse des klassischen Chinesisch vermittelt. Diese Verbindung von Tradition und Moderne zieht sich durch die gesamte Ausbildung – und es ist laut Guggenmos genau diese Kombination, welche maßgeblicher Faktor für die Popularität der Erlanger Sinologie ist. Studierende äußern sich positiv darüber, nicht vor die Wahl zwischen Tradition und Moderne gestellt zu werden, sondern durch die Verbindung beider Bereiche auch größere entwicklungsgeschichtliche Zusammenhänge darstellen zu können und damit zur eigenen Reflexion angeregt zu werden.Gruppenfoto der Verantwortlichen für die Einführung des Lehramtsstudienganges "Erweiterungsfach Chinesisch". Stellvertretend für das Konfuzius-Institut sprach die Direktorin Dr. Yan Xu-Lackner über die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Lehrstuhl für Sinologie und dem Institut. Als Beispiele nannte sie unter anderem die gerade beendete Vortragsreihe über aktuelle Forschungen zur Seidenstraße sowie das vom Konfuzius-Institut getragene Kulturmagazin „Radio süß-sauer“, in welchem Studierende der Sinologie in eigener Regie monatlich einen Einblick in die chinesische Kultur liefern. Xu-Lackner freut sich besonders auf die Etablierung des Lehramtsstudiengangs als eines Studiengangs, der eben nicht nur sprachliche Fähigkeiten vermittelt, sondern ganz im Sinne der Lehrenden auch die Auseinandersetzung mit China in einem umfassenden Sinn einschließe und Emotionen nicht ausklammere. Dass dies großen Einsatz und Durchhaltevermögen voraussetzt, drücke sich bereits in einem chinesischen Sprichwort aus, den Sie dem Studiengang als guten Wunsch mit auf den Weg gab: „Es dauert zehn Jahre, einen Baum hochzuziehen, aber hundert Jahre, um ein Talent heranzuziehen“ „十年树木,百年树人“.Mit drei Einlagen sorgte Linlin Fan von der Hochschule für Musik in Nürnberg für die musikalische Untermalung der Veranstaltung. Mit Beiträgen von Mozart über Ravel bis hin zu einer auskomponierten Improvisation moderner chinesischer Filmmusik (Wòhǔ Cánglóng 臥虎藏龍 / Crouching Tiger, Hidden Dragon) spannte sie auf hohem musikalischen Niveau gekonnt den Bogen zwischen West und Ost und verlieh der Veranstaltung damit einen angemessenen Rahmen.Die Eröffnungsfeier wurde mit einem Buffet im Foyer des Wassersaales abgerundet. Die Theatergruppe der Sinologie begleitete mit einer Aufführung das gemeinsame Essen. Sie zeigten unter der Leitung der Lektorin Yang Cui die klassische Liebesgeschichte der „Butterfly Lovers“, eine der großen chinesischen Volkserzählungen, die sich um eine Erzählung aus dem 4. Jahrhundert über das Verhältnis des Liebespaares Liang Shanbo und Zhu Yingtai rankt. Vom Publikum wurde das sprachliche und spielerische Können der Studenten mit großem Applaus belohnt. So stellte diese Veranstaltung einen würdigen Auftakt zur Einführung des neuen Studiengang „Erweiterungsfach Chinesisch im Lehramtsstudiengang an Gymnasien“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg dar. Zukünftig können Studierende hier mittels modernster Hilfsmittel durch die großzügige Spende der Firma Huawei Chinesisch lernen und dafür wird allen Beteiligten an diesem Prozess noch einmal recht herzlich gedankt! Bericht der Plattform „FAU aktuell“  

 

Unterrichtsmaterialien

Die meisten interaktiven E-Learning-Materialien werden von unseren Lehrenden für StudOn erstellt und sind dort über die verschiedenen Lehrveranstaltungen verfügbar. Daneben erstellt unser E-Learning-Team regelmäßig digitale Lerninhalte wie die unten stehenden Videos, die sprachliche und interkulturelle Kompetenz vermitteln helfen.  

Chinesische Feste (Dreh am 27. Februar 2018)  
Zählen mit Fingern in China (Dreh am 26. Juni 2018)  

 

Die „iPad-Klasse Sinologie“

Seit dem Wintersemester 2021/2022 verfügt der Lehrstuhl für Sinologie über einen CIP-Pool von 40 Apple iPads und multifunktionaler NEC-Displays für den Unterricht. Die NEC-Displays dienen den Lehrenden als digitale Whiteboards und können überdies über Apple-TV-Geräte mit den iPads verbunden werden—z.B., um das Schreiben der chinesischen Schriftzeichen im Unterrichtsverbund zu üben. Dank einer Lizenz für die Software Pleco können die Studierenden im Sprachunterricht überdies auf den iPads auf Vollversionen wissenschaftlicher Wörterbücher wie Paul W. Krolls A Student’s Dictionary of Classical and Medieval Chinese, Le Grand Ricci, Hanyu da cidian 漢語大辭典 usw. zurückgreifen. Der Pool kam zustande durch einen Antrag im sogenannten Computer-Investitions-Programm (CIP), bei dem der Lehrstuhl vom Regionalen Rechenzentrum Erlange (RRZE) der FAU unterstützt wurde.   Frau Cui bei einem Vortrag zum Thema E-Learning.   In besonderem Maße profitieren von dem CIP-Pool die Studierenden unserer Sprachkurse im modernen und klassischen Chinesisch in den Bachelor-, Lehramts- und Masterprogrammen, aber auch in den stärker inhaltsbezogenen Lehrveranstaltungen helfen die Hard- und Software bei der Bearbeitung von philologischen Problemen und Fragen des kulturellen Übersetzens. Die Möglichkeit der handschriftlichen Eingabe von chinesischen Schriftzeichen auf den iPads ermöglich es den Studierenden, ihre Schreibfähigkeiten zu verbessern, unbekannte Schriftzeichen nachzuschlagen und somit ihren Wortschatz zu erweitern. Die Möglichkeit der Verbindung der iPads mit den Displays erlaubt es den Dozierenden, Aufgaben interaktiv und gemeinsam mit dem Klassenverbund zu bearbeiten und Probleme, die beim Schreiben der Zeichen oder beim Bilden von Sätzen auftauchen, unmittelbar auf den Displays zu lösen. Dies erleichtert und beschleunigt nicht nur den individuellen Lernprozess der Studierenden, sondern ermöglicht es auch, Probleme im Rahmen des gesamten Kurses zu besprechen und somit den Lernerfolg des gesamten Kurses zu steigern.

Supported by the Deutsche Forschungsgemeinschaft (2018-2021)   In the past decades, history writing and history making in both the PR China and Taiwan have experienced a profound transformation that can be explained, among other reasons, by the fadeout of socialist ideology and the rising nationalistic sentiment in mainland China (Guo 2004, Guo and He 1999, Zhao 2004, Unger 1996, Weiss 2014), and by the growing Taiwanese consciousness since the 1990s (Corcuff 2002, Hsiao 2000 and 2012, Schubert 2008). These changes have been accompanied by a pluralization of history writing facilitated by the emergence of digital technologies and the commercialization (and partially liberalization) ofpublishing industry and mass media (books, films, TV dramas, comics etc.). Various historical narratives produced in these media vie for the acceptance as legitimate and authentic, posing challenges to Chinese and Taiwanese authorities. Contestation of these historical narratives and memories for dominance – especially those on recent history such as the 20th century – has gained increasing political significance in the past few years. The literary turn in historiography since Hayden White has subverted the most fundamental concept in modern history writing, namely, the reducible factuality of history (Evans 1999, Windshuttle 1996). In the case of the PRC, the current absence of a dominant master narrative (Weigelin-Schwiedrzik 2006) makes it necessary that any effort to create a convincing picture of the past has to situate itself in a continuous social, cultural, and political context. The need to do so is considerably pressing considering that the Party-state and its institutions have lost their monopoly of historiography after culture has replaced the communist political ideology as the primary tool of identification since the mid-1980s. This is not an exclusive case in the PRC. Around the same period of time (the 1980s and the 1990s), Taiwan had witnessed the reexamination and rewriting of its history as part of the drastic transformation of its cultural politics – language, literature, and historiography – in order to re-construct its identity (Hsiau 2012). In both countries history writing experienced profound crisis when discourse and narrativity replaced fact as the issue of historiography, showing the impact of the literary turn, which itself, in turn, belongs to the larger academic debates of postmodernism and post-structualism in the humanities and social science. This project proposes to examine the creation and contestation of historical memories in cultural products generated by creative industries in the PRC and Taiwan. We introduce „authenticity” as a key concept in historiography. Built on yet departing from the research that has largely adopted the top-down perspective – that is focusing on state policies and guidelines, this project proposes to a bottom-up approach, that is, shifting its focus to a variety of cultural products such as tourism, museum exhibition, culinary culture to explore the constructiveness of narratives in forming (popular) historical memories. Instead of exclusively focusing on the creation or invention of memory from above (a typical Foucaultian approach), we investigate how various social and economic actors participate in and react to conflicting narratives. Of particular interest is how the increasingly (inter)active creative industries across the Taiwan Strait, in their search for market niches, work on each other to contest, reaffirm or reflect on historical memories; what social and political functions and implications do such historical memories have for the present and the future of both societies. We strive to understand the mechanism of building authenticity in the contestations of historical memories in both societies and make these contestations to speak to each other.  By doing so, we hope 1) to add in a new dimension to the emerging Sinophone studies (Shih 2011, Barmé 2008); 2) to make a contribution to a history of collective sentiments in Greater China (Callahan 2010, Sun 2002, Wei-yee Li 2014).  

Team

Frau Dr. Rui Kunze
Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Research Assistant

rui.kunze@fau.de

Prof. Dr. Marc Andre Matten
Professur für Zeitgeschichte Chinas / Professor of Contemporary Chinese History

marc.matten@fau.de  

Projektergebnisse

Kunze, Rui (2020)„On the Spot: The Art of the Real at the Intersection of Poetry and Documentary“. In: Poetica 51 (2020), S. 195-217. 
Kunze, Rui (2020)„Stakes of Authentic Culinary Experience: Food Writing of Tang Lusun and Wang Zengqi“. In: Ex-Position No. 43 (June 2020), 109-133. 
Kunze, Rui (2021/22, forthcoming)“Cooking Authenticity: The Vlogger Li Ziqi and China’s Influencer Culture”. In: Jessica Imbach (Hg.) Wired China: creativity and community in the Sinocybersphere (working title). (Accepted by Amsterdam University Press). 
Matten, Marc A. (2021, in print)„Reenacting the Revolution – The Sacred Site of Yan’an in Contemporary China“. In: Vanessa Agnew, Sabine Stach and Juliane Tomann (co Ed.): Reenactment Case Studies: Global Perspectives on Experiential History. Routledge. 
Matten, Marc A.; Kunze, Rui, and Mertel, LeoTopography of Red Memories in Modern China.Online
Matten, Marc A. (Dezember 2022)„Reenacting the Revolution: The Sacred Site of Yan’an in Contemporary China.“ In: Reenactment Case Studies–Global Perspectives on Experiential History, hg. von Vanessa Agnew, Juliane Tomann, Sabine Stach.
 
Kunze, Rui (2024)„Homey Foods: Domesticating Memories of the Martial-Law Era in Taiwan’s Heritage Tourism.“ accepted and expected to be published in Memory Studies (Feb. 2024). 

Wissenschaftsgeschichte und Wissenssoziologie der Volksrepublik China

(Unterstützt durch die Chiang Ching-kuo Foundation)