Unsere Lehrenden

 

 

 

Prof. Dr. Michael Höckelmann – Fasziniert von einer völlig anderen Sprache und Schrift

Heute treffen wir in unserer Interviewreihe „Unsere Lehrenden @SinoFAU“ Herrn Prof. Dr. Michael Höckelmann. Er ist seit 2019 Professor für Staat und Gesellschaft Chinas am Lehrstuhl für Sinologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Nach seinem Magister in Sinologie, Politik- und Allgemeiner Sprachwissenschaft 2009 und der Promotion 2013, beide an der Universität Münster, folgten akademische Tätigkeiten in Kyoto, London, Cambridge, Hongkong, Manchester und Edinburgh. Wie ist Herr Höckelmann zur Sinologie gekommen? Eine eher zufällig entdeckte Leseliste zur Vorbereitung auf das Studium der Sinologie an der Uni Münster entfesselte seine Faszination für „diese völlig andere Sprache und Schrift“, denn für ihn war klar: „Das möchte ich lesen können!“

Diese Faszination für Sprache und Schrift ist geblieben und zieht sich bis heute als roter Faden durch seine Lehrveranstaltungen und Forschungsinteressen. So unterrichtet er die Bachelorkurse „Staat und Gesellschaft Chinas“ und „Klassisches Chinesisch“ und forscht zur Geschichte des frühen und mittelalterlichen Chinas. Seine Schwerpunkte liegen auf der Geschichte der Religionspolitik und der politischen Institutionen des Kaiserreichs, der Geschichte der Eunuchen sowie der Klassikerrezeption der Republikzeit.

Was das Studium der Sinologie so besonders macht? „Wenn Sie mehr erfahren wollen als die gängigen Klischees über China, dann sind Sie hier an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg genau richtig!“

 

Dieses und weitere Interviews mit unseren Lehrenden finden Sie auf unserer WebsiteTwitter und Instagram.

 

 

 

Prof. Dr. Dr. Andrea Bréard – Die Vielfältigkeit der Sinologie

Heute geht es in unserer Interviewreihe „Unsere Lehrende @SinoFAU“ mit unserer Lehrstuhlinhaberin Frau Prof. Dr. Dr. Andrea Bréard weiter! Sie hält seit 2021 den Lehrstuhl für Sinologie mit dem Schwerpunkt Geistes- und Kulturgeschichte Chinas eine Alexander-von-Humboldt-Professur inne.

„Eigentlich habe ich ja Mathematik studiert an der Technischen Uni München, ich habe aber immer schon gerne Sprachen gelernt“ beschreibt sie uns ihren (Um)weg zum Studium der Sinologie, „ich habe dann angefangen noch nebenbei an der Ludwig-Maximilian-Universität München Sinologie zu studieren.“

Während sie in Mathematik promovierte sollte ein mathematikhistorisches Buch ihre Aufmerksamkeit auf Zahlen und Algorithmen in der chinesischen Geschichte lenken. Der Startschuss für ihr zweites Dissertationsprojekt, diesmal in der Wissenschaftsgeschichte, war gefallen. So setzt sich Prof. Bréard noch heute in ihrer Forschung und Lehre mit der Wechselwirkung zwischen Mathematik und Sprache in verschiedenen Kontexten auseinander. Die Frage nach sprachlichen Aspekten steht hierbei ebenso im Fokus wie die nach der Produktion von Zahlen (zum Beispiel in Statistiken) und die Einbettung ebensolcher Zahlen in ideologische Diskurse.

Ein spannender und individueller Forschungsbereich, welcher die Vielfältigkeit der Sinologie demonstriert und zeigt, dass sich auch die unterschiedlichsten Interessensgebiete im Studium und der sinologischen Forschung verbinden lassen. „Ja, hier gibt es einiges zu tun!“ resümiert Frau Prof. Bréard zur sinologischen Forschung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Wie ihre Leidenschaft für Kalligraphie sie zum Sinologiestudium motivierte und warum sie eine Fahrradreise als das denkwürdigste Erlebnis in China beschreibt, findet ihr im Video heraus.

 

 

Prof. Dr. Marc A. Matten – Globalgeschichtsschreibung und Transfergeschichte anders denken

Am heutigen Montag geht die Interviewreihe „Unsere Lehrenden @SinoFAU“ weiter mit Herrn Prof. Dr. Marc A. Matten! Seit 2009 ist Herr Matten Professor für Zeitgeschichte Chinas am Lehrstuhl für Sinologie der FAU Erlangen-Nürnberg.

Getroffen haben wir Prof. Matten virtuell in den Räumen seines neuen Projekts „Writing History with China – Chinese Concepts in Transnational Historiography“, finanziert von der Volkswagen-Stiftung.

Der Ursprung des Projekts liege in seiner anhaltenden Faszination für politische Ideengeschichte, Globalgeschichte und kulturelle Transfer- oder Austauschbeziehungen, kurz gesagt „wie Ideen, Werte und Weltbilder global wandern.“ Aus der Forschung zur Geschichte Chinas zum 19. und 20. Jahrhundert wisse man, dass viele europäische Ideen und Werte von Europa nach China geflossen seien. „Dieser Transfer ist immer beeinflusst von einer Transformation, das heißt also, dass Demokratie und Menschenrechte in China etwas anderes bedeuten als hier, ist sozusagen das Ergebnis des Transfers und der anschließenden Transformation“. Das Projekt konzentriere sich nun darauf, was passiert, wenn sich die Transferrichtung verschiebt, führt Prof. Matten aus. Brandaktuell sei etwa die Frage was in einer globalisierten Welt passiert, wenn chinesische Vorstellungen und Werte, Forschungsmethoden und Antworten auf gesellschaftspolitische Fragen auch außerhalb der Chinas Verbreitung finden. Dies lasse sich nicht nur in Bereichen wie Menschenrechte und Wissenschaftsfreiheit, sondern auch in den Ansätzen zur Globalgeschichte erkennen.

Auf sein Magisterstudium in Sinologie, Japanologie und Volkswirtschaftslehre mit Auslandsaufenthalten an der Jilin-Universität in Changchun und der Waseda- Universität in Tokyo folgte 2007 die Promotion im Fach Sinologie an der Universität Bonn mit dem Titel Die Grenzen des Chinesischen. Über die Stiftung einer nationalen Identität in China zu Beginn des 20. Jahrhunderts (erschienen 2009 bei Harrassowitz).

Politische Ideengeschichte und nationale Identitätsdiskurse prägen auch heute noch seine Forschung. Im Sommersemester 2021 unterrichtete er einen BA-6 Kurs zum Thema „Globalgeschichte in China“ und ein MA-2 Modul in welchem er chinesische Populärgeschichte thematisiert.

Warum das Buch So fing es an. Erfahrungen mit neuen Zeiten von Edgar Snow den Beginn seiner Leidenschaft für die Sinologie darstellt und was es mit der „Asymmetrie des Unwissens“ auf sich hat findet ihr im Video heraus.

Hier geht es zu Prof. Mattens Projekt: https://www.writing-history-with-china.phil.fau.de

 

 

CUI Yang 崔杨 – Vermittlerin der chinesischen Sprache

Am heutigen Montag geht die Interviewreihe „Unsere Lehrende @SinoFAU“ mit CUI Yang 崔杨 weiter! Seit 2012 gestaltet sie den chinesischen Sprachunterricht für die Bachelor- und Lehramtskurse bei uns an der Sinologie kreativ und lehrreich. Seit dem letzten Wintersemester lehrt sie zudem den Masterkurs „Sprachpraxis Dialog Intensiv“.

Frau CUI Yang 崔楊Nach einer Fortbildung für „Internationale Chinesischlehrer für nicht-englische Sprachprogramme“ 2009 in Peking unterrichtete sie zunächst Chinesisch in China und ergriff dann 2012 die Chance, nach Erlangen zu kommen.

In der Vorbereitung und dem Unterricht selbst sieht sie vor allem eine Möglichkeit für sich selbst, um Didaktik und Ausgestaltung stetig weiterzuentwickeln und die chinesische Sprache für die Studierenden zugänglich zu machen. So leitet sie auch unsere lehrstuhleigene Theatergruppe „Sonnenstrahl“ und trat mit dieser bereits auf verschiedenen deutschlandweiten Veranstaltungen auf.

Warum ausgerechnet die Fahrradwege in Erlangen für Frau Cui einer der faszinierendsten Aspekte an Deutschland sind, findet Ihr im Video heraus!

 

 

 

ZHANG Jingjing 张京京 – Sprachlehrerin aus Leidenschaft

 

 

Heute geht die Interviewreihe „Unsere Lehrenden @SinoFAU“ weiter mit ZHANG Jingjing 张京京 aus Peking. Seit 2004 unterrichtet sie Chinesisch als Fremdsprache, bei uns an der Sinologie gestaltet sie vor allem die BA- und Lehramtskurse, unterrichtet aber auch schon mal in den HSK- und Masterkursen. Zudem unterstützt sie deutsche Studierende bei ihren Anträgen für chinesische Stipendien.

Der Aufbau der Hanzi aus dem Namen ZHANG Jingjing.

Nach ihrem Bachelorstudium der chinesischen Sprache und Literatur an der Universität Peking (Beijing daxue 北京大学) absolvierte Sie ein Masterstudium im Fach Chinesisch als Fremdsprache. Durch ein Kooperationsabkommen zwischen Deutschland und China bekam sie die Möglichkeit, zum Unterrichten nach Deutschland zu kommen. Zunächst war sie an einer Uni in Nordrhein-Westfalen, bevor sie 2016 zu uns an den Lehrstuhl nach Erlangen stieß.

Am Sprachunterricht gefällt Frau Zhang vor allem die enge Zusammenarbeit zwischen Dozierenden und Studierenden. So möchte Sie Studierende vor allem durch Impulse zum selbstständigen Fragen und Lernen anregen. Ihre Philosophie lässt sich am besten in dem chinesische Sprichwort „Lehren und Lernen wachsen miteinander“ (jiaoxue xiangchang教学相长) zusammenfassen.

Warum deutsche Pünktlichkeit vor allem in Bezug auf Züge bei ihr Kopfschütteln auslöst, wie sie ihre sportliche Leidenschaft auch in Deutschland auslebt und welchen anderen beruflichen Werdegang sie fast angestrebt hätte, all das findet Ihr im Video heraus!